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Lernfeld 10 · Prüfung Teil 2

Montage- und Demontageplanung

Montage- und Demontageplanung kurz erklärt: Ablauf, Vorranggraph, Organisationsformen, Taktzeit, Auftragszeit und Absprachen mit dem Kunden.

15 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Grundlage jeder Montage sind Zeichnungen, Stückliste und Montageanleitung. Daraus legst du die Reihenfolge der Arbeitsschritte fest, planst Personal, Werkzeuge, Hebezeuge und Prüfmittel und schätzt die Zeiten. Ein Montagevorranggraph zeigt, welche Schritte aufeinander aufbauen und welche parallel laufen können.

Je nach Stückzahl wählst du die Organisationsform. Große Einzelanlagen entstehen in Baustellenmontage, das Teil bleibt am Ort und die Monteure kommen hin. Bei Fließmontage wandert das Produkt von Station zu Station, bei Taktmontage in festen Zeitabständen. Gruppenmontage liegt dazwischen.

Montierst du beim Kunden, klärst du vorher Zufahrt, Tragfähigkeit des Bodens, Platz, Anschlüsse für Strom und Druckluft, Arbeitszeiten und Ansprechpartner. Vor dem Transport vormontierter Einheiten sicherst du bewegliche Teile mit Transportsicherungen, die vor der Inbetriebnahme wieder entfernt werden.

Bei der Demontage kennzeichnest du Leitungen und Teile, fotografierst den Zustand und legst Kleinteile geordnet ab. So gelingt die Wiedermontage ohne Rätselraten. Für die Zeitplanung rechnest du mit Rüstzeit und Zeit je Einheit oder teilst die geplanten Stunden auf die Zahl der Monteure auf.

Das solltest du dir merken

  • Erst planen, dann montieren; Stückliste und Zeichnung sind die Grundlage.
  • Der Vorranggraph zeigt Reihenfolge und Parallelität der Montageschritte.
  • Transportsicherungen sind zu entfernen, bevor die Anlage verfährt.
  • Bei der Demontage alles kennzeichnen und dokumentieren.

Formeln

Taktzeit
Taktzeit in min, verfügbare Arbeitszeit in min, geforderte Stückzahl
Auftragszeit
Auftragszeit, Rüstzeit, Stückzahl, Zeit je Einheit
Montagedauer in Tagen
geplante Arbeitsstunden, Anzahl der Monteure, Arbeitsstunden je Tag

Typische Fehler in der Prüfung

  • Rüstzeit mit der Stückzahl multipliziert; sie fällt nur einmal an.
  • Tragfähigkeit des Hallenbodens oder Zufahrt beim Kunden nicht geklärt.
  • Transportsicherung vor dem ersten Verfahren nicht entfernt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Montageplanung läuft von der Unterlage zur Tat: Zeichnungen und Stückliste lesen, Baugruppen und Reihenfolge festlegen, Werkzeug, Hilfsmittel und Prüfmittel bereitstellen, Arbeitsplatz einrichten, montieren, prüfen. Die Prüfung am Ende gehört immer dazu.
  • Bei der Demontage dokumentierst du, was du später brauchst: Teile kennzeichnen, Lage und Reihenfolge fotografieren, Einstellwerte notieren, Kleinteile sortiert ablegen. Die Wiedermontage läuft dann in umgekehrter Reihenfolge ohne Rätselraten.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

15 Aufgaben zu „Montage- und Demontageplanung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: Rahmenlehrplan Mechatroniker/-in, Lernfeld 10 (KMK); REFA-Zeitgliederung. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.