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Lernfeld 1 · Prüfung Teil 1

Blockschaltbild, Energie- und Signalfluss

Blockschaltbild, Energie- und Signalfluss in mechatronischen Systemen: Signalarten, Regelkreis, Weg-Schritt-Diagramm und Gesamtwirkungsgrad.

21 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ein Blockschaltbild zeigt ein System als Kästen (Blöcke) mit Pfeilen dazwischen. Jeder Block steht für eine Funktion, die Pfeile für Energie-, Stoff- oder Signalflüsse. So erkennst du ohne Bauteildetails, was wohin fließt und wo ein Fehler sitzen kann. Verzweigungen teilen ein Signal auf, an Summierstellen werden Signale addiert oder subtrahiert.

Signale unterscheidet man nach ihrer Form. Ein analoges Signal kann jeden Wert in einem Bereich annehmen, etwa 0 bis 10 V oder 4 bis 20 mA. Ein binäres Signal kennt nur zwei Zustände, ein Endschalter zum Beispiel. Ein digitales Signal stellt Werte in Stufen als Zahlen dar. Bei Impulsgebern wie Drehgebern steckt die Information in der Zahl oder Frequenz der Impulse.

Im Regelkreis wird der Sollwert mit dem Istwert verglichen; die Regeldifferenz geht an den Regler, der eine Stellgröße an das Stellglied gibt. Die Regelstrecke reagiert, der Istwert wird gemessen und zurückgeführt. Störgrößen wirken von außen auf die Strecke.

Bewegungsabläufe stellt das Weg-Schritt-Diagramm dar: Für jeden Zylinder zeigt es über den Schritten, ob er eingefahren (0) oder ausgefahren (1) ist. Bei hintereinander geschalteten Energiewandlern multiplizieren sich die Einzelwirkungsgrade zum Gesamtwirkungsgrad.

Das solltest du dir merken

  • Blöcke stehen für Funktionen, Pfeile für Energie-, Stoff- oder Signalfluss.
  • Analog ist stufenlos, binär hat zwei Zustände, digital ist in Stufen als Zahl dargestellt.
  • Regeldifferenz gleich Sollwert minus Istwert.
  • Gesamtwirkungsgrad ist das Produkt der Einzelwirkungsgrade.

Formeln

Regeldifferenz
Sollwert, Istwert, Regeldifferenz in der Einheit der Regelgröße
Gesamtwirkungsgrad
bis Wirkungsgrade der hintereinander geschalteten Wandler
Wegauflösung eines Drehgebers
Steigung der Spindel in mm je Umdrehung, Impulse je Umdrehung (bei Flankenauswertung entsprechend mehr)

Typische Fehler in der Prüfung

  • Einzelwirkungsgrade addiert statt multipliziert.
  • Störgröße und Stellgröße verwechselt.
  • Ein Signal 4 bis 20 mA als binär eingeordnet.
  • Im Weg-Schritt-Diagramm einen Wechsel von 1 auf 0 als Ausfahren gelesen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Im Regelkreis läuft es immer in derselben Runde: Führungsgröße, Vergleich, Regler, Stellglied, Regelstrecke, Messglied und zurück zum Vergleich. Zeichne den Kreis einmal selbst, dann sitzt auch die Reihenfolge.
  • Bei Einheitssignalen wie 4 bis 20 mA rechnest du mit der Spanne, nicht mit dem Endwert: Erst 4 mA abziehen, dann durch 16 mA teilen, dann mal Messbereich. Bei 0 bis 10 V entfällt der Abzug. Auflösung: Messbereich geteilt durch 2 hoch Bitzahl.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

21 Aufgaben zu „Blockschaltbild, Energie- und Signalfluss“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Mechatroniker/-in (1998, Fassung 2018), Lernfeld 1; DIN IEC 60050-351 (Regelungstechnik). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.