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Lernfeld 17 · Prüfung Teil 2

Fehlersuche im Kältekreislauf

Fehlersuche im Kältekreislauf: Drücke und Temperaturen messen, Überhitzung und Unterkühlung bestimmen und typische Fehlerbilder erkennen.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Die Fehlersuche an einer Kälteanlage beginnt mit dem Fehlerbild: Was meldet der Betreiber, seit wann, was wurde geändert? Danach folgt die Sichtprüfung. Ölspuren zeigen Leckstellen, Vereisung zeigt Probleme am Verdampfer oder Expansionsventil, verschmutzte Lamellen oder ein stehender Lüfter erklären hohe Drücke. Erst dann wird im Betrieb gemessen: Saugdruck, Hochdruck, Saugleitungstemperatur am Fühler des Expansionsventils und Temperatur der Flüssigkeitsleitung.

Aus diesen Werten werden zwei Kennzahlen gebildet. Die Überhitzung ist die Saugleitungstemperatur minus die Verdampfungstemperatur zum Saugdruck, bei thermostatischen Expansionsventilen sind etwa 4 K bis 8 K üblich. Die Unterkühlung ist die Verflüssigungstemperatur zum Hochdruck minus die Temperatur der Flüssigkeitsleitung. Bei Gemischen mit Temperaturgleit wie R407C wird für die Überhitzung der Taupunkt und für die Unterkühlung der Siedepunkt verwendet.

Typische Fehlerbilder lassen sich daran erkennen: Kältemittelmangel zeigt niedrigen Saugdruck, hohe Überhitzung, kleine Unterkühlung und Blasen im Schauglas. Überfüllung zeigt hohen Hochdruck und große Unterkühlung. Ein verschmutzter Verflüssiger treibt Hochdruck und Heißgastemperatur nach oben. Ein vereister Verdampfer senkt den Saugdruck bei kleiner Überhitzung. Ein zugesetzter Filtertrockner ist am Austritt kälter als am Eintritt. Liegt der Druck im Stillstand über dem Sättigungsdruck zur Umgebungstemperatur, ist Luft im System.

Das solltest du dir merken

  • Überhitzung gleich Saugleitungstemperatur minus Verdampfungstemperatur.
  • Unterkühlung gleich Verflüssigungstemperatur minus Flüssigkeitstemperatur.
  • Bei Gemischen mit Gleit gilt für die Überhitzung der Taupunkt, für die Unterkühlung der Siedepunkt.
  • Mangel heißt hohe Überhitzung und kleine Unterkühlung, Überfüllung heißt große Unterkühlung.
  • Erst das Leck finden und beseitigen, dann nachfüllen.

Formeln

Überhitzung
Temperatur der Saugleitung, Verdampfungstemperatur aus dem Saugdruck, beide in °C, Ergebnis in K
Unterkühlung
Verflüssigungstemperatur aus dem Hochdruck, Temperatur der Flüssigkeitsleitung, Ergebnis in K

Typische Fehler in der Prüfung

  • Bei negativen Verdampfungstemperaturen das Vorzeichen falsch behandelt und die Überhitzung zu groß gerechnet.
  • Bei R407C für die Überhitzung den Siedepunkt statt des Taupunkts verwendet.
  • Wegen Blasen im Schauglas nachgefüllt, obwohl der Filtertrockner zugesetzt war.
  • Nachgefüllt, ohne vorher das Leck zu suchen.

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Zufallszahlen

Zum gemessenen Hochdruck gehört eine Verflüssigungstemperatur von . An der Flüssigkeitsleitung hinter dem Verflüssiger messen Sie . Berechnen Sie die Unterkühlung in K.

K

Tipps aus der Werkstatt

  • Lies jedes Fehlerbild über Überhitzung und Unterkühlung: hohe Überhitzung und kaum Unterkühlung heißt Mangel, große Unterkühlung heißt Überfüllung. Blasen im Schauglas sind nicht immer Mangel, fühl auch am Filtertrockner: Ist der Austritt kälter als der Eintritt, ist er zugesetzt.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Fehlersuche im Kältekreislauf“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Mechatroniker/-in für Kältetechnik, Lernfeld 17 (Kälte- und klimatechnische Anlagen instand halten und entsorgen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.