Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2
Regelkreis und Regler
Regelkreis in der Kältetechnik: Regelgröße, Sollwert, Stellgröße, Störgrößen sowie Zweipunkt-, P-, PI- und PID-Regler am Kühlraum.
Darum geht es
Eine Regelung misst fortlaufend die Größe, die konstant bleiben soll, vergleicht sie mit dem gewünschten Wert und greift ein, wenn beide voneinander abweichen. Am Kühlraum ist die Raumtemperatur die Regelgröße, der eingestellte Wert die Führungsgröße oder der Sollwert. Der Regler bildet aus der Regelabweichung die Stellgröße, und das Stellglied, etwa das Magnetventil in der Flüssigkeitsleitung oder das Verdichterschütz, verändert den Kältemittelstrom. Türöffnungen, warme Ware und die Außentemperatur sind Störgrößen. Weil die Wirkung über den Fühler wieder zurückgemeldet wird, ist der Wirkungskreis geschlossen. Eine Steuerung, etwa eine Abtauung nach Zeitplan, kennt diese Rückführung nicht.
Die meisten Kühlstellen arbeiten mit Zweipunktreglern. Sie schalten am Sollwert aus und nach der Schaltdifferenz wieder ein. Eine kleine Schaltdifferenz hält die Temperatur genau, führt aber zu vielen Starts; Hersteller begrenzen deshalb die Schaltspiele, und Regler haben eine Mindeststillstandszeit. Aus Lauf- und Stillstandszeit ergibt sich die Einschaltdauer, die zeigt, wie stark die Anlage ausgelastet ist.
Stetige Regler stellen ihre Stellgröße zwischen 0 und 100 %. Ein P-Regler reagiert sofort im Verhältnis zur Abweichung; sein Proportionalbereich gibt an, bei welcher Abweichung er voll aussteuert. Unter Last bleibt aber eine Regelabweichung. Ein I-Anteil beseitigt sie, weil er die Abweichung über die Zeit aufsummiert. Ein D-Anteil reagiert auf schnelle Änderungen. Überhitzungsregler, Verflüssigerdruckregler und drehzahlgeregelte Verdichter nutzen meist PI- oder PID-Regler.
Das solltest du dir merken
- Regelung heißt messen, vergleichen, stellen im geschlossenen Kreis.
- Sollwert ist die Führungsgröße, die gemessene Temperatur der Istwert der Regelgröße.
- Kleinere Schaltdifferenz bedeutet genauere Temperatur, aber mehr Verdichterstarts.
- Der P-Regler lässt eine bleibende Abweichung, der I-Anteil beseitigt sie.
- Ein größerer Proportionalbereich macht den Regler träger.
Formeln
- Regelabweichung
- Sollwert (Führungsgröße), Istwert der Regelgröße
- Stellgröße des P-Reglers
- Regelabweichung, Proportionalbereich in derselben Einheit
- Relative Einschaltdauer
- Laufzeit, Stillstandszeit eines Schaltspiels
Typische Fehler in der Prüfung
- Den Sollwert als Regelgröße bezeichnet.
- Den Fühler statt des Magnetventils als Stellglied angegeben.
- Eine Abtauung nach Zeitplan als Regelung bezeichnet.
- Zum Beseitigen der bleibenden Abweichung den Proportionalbereich vergrößert.
Tipps aus der Werkstatt
- Stellglied ist, was in den Kältemittel- oder Energiestrom eingreift, also Magnetventil, Expansionsventil oder Verdichterschütz, nie der Fühler. Und wenn ein P-Regler unter Last neben dem Sollwert bleibt, hilft kein größerer Proportionalbereich, sondern nur ein I-Anteil.
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13 Aufgaben zu „Regelkreis und Regler“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Mechatroniker/-in für Kältetechnik, Lernfeld 14 (Elektronische Steuerungen und Regelungen installieren, einstellen und prüfen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.