Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2
Elektronische Kälteregler
Elektronische Kühlstellenregler und Überhitzungsregler: Parameter, Abtausteuerung, Alarme, elektronisches Expansionsventil und Sicherheitskette.
Darum geht es
Ein elektronischer Kühlstellenregler übernimmt die Temperaturregelung, die Abtausteuerung, die Ventilatoren und die Alarme einer Kühlstelle. Wichtige Parameter sind Sollwert und Schaltdifferenz, die Mindeststillstandszeit des Verdichters, das Abtauintervall, die Abtauende-Temperatur am Verdampferfühler mit einer Höchstzeit, die Abtropfzeit und die Ventilatorverzögerung nach dem Abtauen. Ein Türkontakt stoppt die Ventilatoren und meldet eine offene Tür verzögert. Für die Lebensmittelhygiene zeichnen viele Regler die Temperaturen auf.
Eine Abtauung läuft immer gleich ab: Das Magnetventil schließt oder der Verdichter schaltet ab, die Heizung läuft, bis der Verdampferfühler den Endwert erreicht, danach tropft das Tauwasser ab. Erst dann wird gekühlt, und die Ventilatoren starten, wenn der Block wieder kalt ist. So wird keine warme, feuchte Luft auf die Ware geblasen. Zu häufige Abtauungen kosten Energie und Kühlzeit, zu seltene lassen den Verdampfer vereisen.
Überhitzungsregler steuern elektronische Expansionsventile mit Schrittmotor oder Pulsweitenmodulation. Sie messen Druck und Sauggastemperatur am Verdampferaustritt und berechnen mit dem eingestellten Kältemittel die Überhitzung. Sie halten sie auch bei niedrigem Hochdruck klein und stabil, was einen gleitenden Hochdruck und damit Energieeinsparung erlaubt. Eine MOP-Funktion begrenzt den Verdampfungsdruck. Sicherheitseinrichtungen wie der Hochdruckschalter dürfen aber nie durch den Regler ersetzt werden; sie wirken nach DIN EN 378 unabhängig davon.
Das solltest du dir merken
- Abtauende nach Verdampferfühler, Höchstzeit als Sicherheit.
- Ohne Abtropfzeit friert das Tauwasser im Block wieder fest.
- Ventilatoren starten nach dem Abtauen erst, wenn der Verdampfer wieder kalt ist.
- Beim elektronischen Expansionsventil muss das richtige Kältemittel eingestellt sein.
- Der Hochdruckschalter wirkt immer unabhängig vom elektronischen Regler.
Formeln
- Überhitzung
- Temperatur am Verdampferaustritt, Verdampfungstemperatur aus dem Druck, Ergebnis in K
- Ausfallzeit durch Abtauen je Tag
- Abstand der Abtauungen in h, Abtau- und Abtropfzeit in min
Typische Fehler in der Prüfung
- Die Abtropfzeit bei der Ausfallzeit durch Abtauen vergessen.
- Den Verdampferfühler an eine Stelle gesetzt, die zuerst eisfrei wird.
- Am Überhitzungsregler das Kältemittel nicht angepasst.
- Den Hochdruckschalter als überflüssig angesehen, weil der Regler den Druck misst.
Tipps aus der Werkstatt
- Merkfolge der Abtauung: Kühlen aus, heizen bis zur Endtemperatur am Verdampferfühler, abtropfen lassen, wieder kühlen, Ventilatoren erst starten, wenn der Block kalt ist. Und egal wie schlau der Regler ist: Der Hochdruckschalter bleibt als eigene Sicherheitseinrichtung unabhängig davon in der Kette.
Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.
14 Aufgaben zu „Elektronische Kälteregler“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Mechatroniker/-in für Kältetechnik, Lernfeld 14 (Elektronische Steuerungen und Regelungen installieren, einstellen und prüfen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.