Lernfeld 1 · Prüfung Teil 1
Druck, Temperatur und Zustandsänderungen
Druck und Temperatur im Kältekreis: Überdruck und absoluter Druck, Dampftafel, Überhitzung, Unterkühlung, log-p-h-Diagramm und Temperaturgleit.
Darum geht es
Solange Flüssigkeit und Dampf gemeinsam vorliegen, gehört zu jedem Druck genau eine Siedetemperatur. Darauf beruht die ganze Kältetechnik: Senkt man den Druck, siedet das Kältemittel kalt; erhöht man ihn, kondensiert es warm. Die Manometer zeigen den Überdruck gegenüber der Umgebung. Für Dampftafeln, Druckverhältnisse und Gasgesetze braucht man den absoluten Druck, also Überdruck plus rund 1 bar. Viele Monteurhilfen zeigen zum Druck gleich die Sättigungstemperatur des eingestellten Kältemittels an.
Zwei Messwerte beschreiben den Zustand einer Anlage besonders gut. Die Überhitzung ist die Differenz zwischen der Rohrtemperatur am Verdampferaustritt und der Verdampfungstemperatur aus dem Saugdruck. Die Unterkühlung ist die Differenz zwischen der Verflüssigungstemperatur aus dem Hochdruck und der Temperatur in der Flüssigkeitsleitung. Große Überhitzung bei kleiner Unterkühlung deutet auf Kältemittelmangel, sehr kleine Überhitzung auf Gefahr für den Verdichter. Bei zeotropen Gemischen wie R407C verdampft das Kältemittel über einen Temperaturbereich (Gleit); die Überhitzung zählt dann vom Taupunkt, die Unterkühlung vom Siedepunkt.
Im log-p-h-Diagramm steht der Druck logarithmisch senkrecht, die Enthalpie waagerecht. Die Grenzkurve umschließt das Nassdampfgebiet: links die Siedelinie mit unterkühlter Flüssigkeit davor, rechts die Taulinie mit überhitztem Dampf dahinter, oben der kritische Punkt. Der einfache Kreisprozess erscheint als Viereck: Verdampfung und Verflüssigung waagerecht, Drosselung senkrecht, Verdichtung schräg nach rechts oben. Bei R744 liegt der kritische Punkt bei etwa 31 °C, deshalb arbeiten CO₂-Anlagen im Sommer oft transkritisch mit Gaskühler.
Das solltest du dir merken
- Manometer zeigen Überdruck, Dampftafeln und Druckverhältnisse brauchen den absoluten Druck.
- Überhitzung = Rohrtemperatur am Verdampferaustritt minus Verdampfungstemperatur.
- Unterkühlung = Verflüssigungstemperatur minus Temperatur der Flüssigkeitsleitung.
- Temperaturdifferenzen werden in Kelvin angegeben.
- Drosselung verläuft im log-p-h-Diagramm senkrecht, weil die Enthalpie gleich bleibt.
Formeln
- Absoluter Druck
- Überdruck am Manometer, Luftdruck (rund 1 bar)
- Überhitzung
- Rohrtemperatur am Verdampferaustritt, Verdampfungstemperatur aus dem Saugdruck
- Unterkühlung
- Verflüssigungstemperatur aus dem Hochdruck, Temperatur der Flüssigkeitsleitung
- Druckverhältnis
- absoluter Verflüssigungsdruck, absoluter Verdampfungsdruck
Typische Fehler in der Prüfung
- Druckverhältnis mit Überdrücken statt absoluten Drücken gebildet.
- Bei negativen Temperaturen das Vorzeichen bei der Überhitzung falsch behandelt.
- Bei zeotropen Gemischen die Überhitzung vom Siedepunkt statt vom Taupunkt gerechnet.
- Überhitzung während Anlauf oder Abtauung gemessen statt im Beharrungszustand.
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Eigene Zahlen bei jedem Klick, nach deiner Antwort der komplette Lösungsweg.
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ZufallszahlenAn einem Verdampfer entspricht der gemessene Saugdruck einer Verdampfungstemperatur von . Der Anlegefühler an der Saugleitung am Verdampferaustritt zeigt . Berechnen Sie die Überhitzung in K.
Tipps aus der Werkstatt
- Klassiker in der Prüfung: Das Druckverhältnis wird mit absoluten Drücken gebildet, also auf jeden Manometerwert rund 1 bar addieren. Bei der Überhitzung mit negativen Temperaturen sauber rechnen: −4 °C minus −10 °C sind 6 K. Gemessen wird nur im Beharrungszustand, nie während Anlauf oder Abtauung.
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14 Aufgaben zu „Druck, Temperatur und Zustandsänderungen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Mechatroniker/-in für Kältetechnik, Lernfeld 1 (Kälte- und klimatechnische Anlagen analysieren und Funktionen prüfen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.