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Lernfeld 5 · Prüfung Teil 1

Technische Zeichnungen, Normteile und Werkstattinformationen

Zeichnungen lesen, Toleranzen und Passungen verstehen, Normteile richtig bestellen und Werkstattinformationen der Hersteller in der Landtechnik nutzen.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Wer Halter, Konsolen oder Lagerstellen an Land- und Baumaschinen anfertigt oder instand setzt, arbeitet mit technischen Zeichnungen, Stücklisten und den Werkstattinformationssystemen der Hersteller. Die Zeichnung legt Form, Maße, Toleranzen und Oberflächen fest. Maße ohne eigene Toleranz gelten mit der Allgemeintoleranz aus dem Schriftfeld, etwa ISO 2768-m. Passungen wie H7/s6 bestimmen, ob ein Teil mit Spiel läuft oder fest sitzt, zum Beispiel eine eingepresste Lagerbuchse im Schwingenauge eines Frontladers.

Normteile sind über ihre Bezeichnung eindeutig beschrieben: Norm, Gewinde, Länge und Festigkeitsklasse. So lässt sich eine Sechskantschraube, ein Sicherungsring für Welle oder Bohrung, ein Klappsplint am Oberlenker oder ein Kegelschmiernippel ohne Rückfrage bestellen. Die Länge einer Schraube ergibt sich aus Klemmlänge, Scheiben, Mutter und Überstand; gewählt wird die nächstgrößere Normlänge.

Verbindliche Werte wie Anzugsmomente, Einstellmaße, Schaltpläne und Teilenummern stehen im Werkstattinformationssystem des Herstellers. Weil Hersteller Teile während der Serie ändern, beginnt jede Suche mit der Seriennummer vom Typschild. In der Prüfung wird oft verlangt, Grenzmaße, Spiel oder Übermaß zu berechnen, eine Normbezeichnung zu entschlüsseln oder aus einer Tabelle den richtigen Wert herauszulesen.

Das solltest du dir merken

  • Maße ohne Toleranz gelten mit der Allgemeintoleranz aus dem Schriftfeld.
  • Großbuchstaben im Toleranzfeld stehen für Bohrungen, Kleinbuchstaben für Wellen; H heißt unteres Abmaß null.
  • Mindestübermaß = kleinste Welle minus größte Bohrung; ist es positiv, sitzt das Teil immer fest.
  • Ersatzteile immer über die Seriennummer der Maschine suchen, nicht nur über Typ und Baujahr.
  • Schraubenlänge = Klemmlänge + Scheiben + Mutter + Überstand, dann aufrunden auf die Normlänge.

Formeln

Höchstmaß und Mindestmaß
Nennmaß, oberes und unteres Abmaß (bei Wellen , )
Mindestübermaß einer Übermaßpassung
Mindestmaß der Welle, Höchstmaß der Bohrung
Mindestlänge einer Schraube
Klemmlänge, Mutterhöhe, Gewindesteigung

Typische Fehler in der Prüfung

  • Beim Mindestübermaß Höchstmaß der Welle und Mindestmaß der Bohrung verwendet, also das Höchstübermaß berechnet.
  • Die Schraubenlänge einer Sechskantschraube mit dem Kopf gemessen.
  • Den Toleranzbereich der Allgemeintoleranz in der falschen Zeile der Tabelle abgelesen.
  • Teile nach Modellname bestellt, obwohl der Katalog nach Seriennummer unterscheidet.

Tipps aus der Werkstatt

  • Mindestübermaß heißt: kleinste Welle minus größte Bohrung. Wer Höchstmaß der Welle nimmt, rechnet das Höchstübermaß. Maße ohne Toleranz bekommen die Allgemeintoleranz aus dem Schriftfeld, also erst die richtige Zeile der Tabelle suchen. Ersatzteile immer mit der Seriennummer vom Typschild suchen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Technische Zeichnungen, Normteile und Werkstattinformationen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in (2014), Lernfeld 5 (Herstellen von Bauteilen für Maschinen, Geräte und Anlagen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.