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Lernfeld 5 · Prüfung Teil 1

An- und Umbauten nach Kundenwunsch, Vorschriften und Beschichten

Anbauten nach Kundenwunsch planen, Herstellerfreigaben und Betriebserlaubnis beachten, Anbaugeräte kenntlich machen und Bauteile gegen Korrosion beschichten.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Kunden wünschen Frontlader, Fronthydraulik, Arbeitsscheinwerfer, Kameras oder Halter für Terminals. Vor dem Auftrag wird geprüft, ob der Umbau technisch und rechtlich möglich ist: Gibt es einen freigegebenen Anbausatz, reichen Achslasten und Reifentragfähigkeit, wie wird hydraulisch und elektrisch angeschlossen? Bohren oder Schweißen an tragenden Gehäusen und Rahmen ist nur mit Freigabe des Herstellers erlaubt. Nach § 19 StVZO erlischt die Betriebserlaubnis, wenn eine Änderung eine Gefährdung erwarten lässt, die Fahrzeugart ändert oder das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtert. Teile mit Teilegutachten oder ABE verlangen die dort genannten Bedingungen.

Anbaugeräte, die über die Leuchten des Traktors hinausragen, werden mit rot-weißen, retroreflektierenden Warntafeln nach DIN 11030 und bei Dunkelheit mit Leuchten kenntlich gemacht; die Einzelheiten stehen im Merkblatt für Anbaugeräte. Elektrische Anbauten brauchen eine berechnete Absicherung, passende Leitungen und bei hohen Strömen ein Relais. Zum Abschluss wird der Kunde eingewiesen und die Arbeit mit Kosten abgerechnet.

Korrosionsschutz beginnt mit der Oberflächenvorbereitung: reinigen, entrosten, entfetten. Dann folgen Grundierung und Deckschicht in der geforderten Trockenschichtdicke. Aus dem Festkörperanteil ergibt sich die Nassschichtdicke, aus Fläche und Auftragswirkungsgrad der Lackbedarf. Hohlprofile brauchen zum Feuerverzinken Entlüftungsbohrungen.

Das solltest du dir merken

  • Erst Machbarkeit und Herstellerfreigabe prüfen, dann den Auftrag annehmen.
  • Erlischt die Betriebserlaubnis, dann sofort mit dem Umbau, nicht erst bei einer Kontrolle.
  • Trockenschichtdicke = Nassschichtdicke mal Festkörperanteil.
  • Ein Mikrometer Schicht auf einem Quadratmeter entspricht einem Milliliter Lack.
  • Geschlossene Hohlprofile vor dem Feuerverzinken anbohren.

Formeln

Nassschichtdicke aus der Trockenschichtdicke
Festkörperanteil in Volumen als Dezimalzahl
Lackbedarf
in m², in µm ergibt in ml; Auftragswirkungsgrad
Rechnungsbetrag
Arbeitszeit, Stundensatz, Teile netto nach Rabatt, 19 % Umsatzsteuer

Typische Fehler in der Prüfung

  • Den Festkörperanteil multipliziert statt dividiert und so eine zu kleine Nassschichtdicke erhalten.
  • Den Rabatt auf den Arbeitslohn statt nur auf die Teile angerechnet.
  • Bohrungen in tragende Gehäuse ohne Freigabe des Herstellers geplant.
  • Gelb-schwarze statt rot-weiße Warntafeln für Anbaugeräte genannt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Vor jedem Umbau zuerst Herstellerfreigabe, Achslasten und Betriebserlaubnis prüfen. Beim Lack: Nassschicht = Trockenschicht geteilt durch Festkörperanteil, und 1 µm auf 1 m² ist 1 ml. Rabatt gilt meist nur auf die Teile, die Umsatzsteuer auf den ganzen Nettobetrag.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „An- und Umbauten nach Kundenwunsch, Vorschriften und Beschichten“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in (2014), Lernfeld 5 (Herstellen von Bauteilen für Maschinen, Geräte und Anlagen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.