Lernfeld 12 · Prüfung Teil 2
Motorgeräte, Holzernte, Rasenpflege und Winterdienst
Motorsäge, Freischneider, Rasenmäher, Harvester, Pumpen und Winterdienst: Instandhaltung in der Forst-, Garten- und Kommunaltechnik.
Darum geht es
In der Forst-, Garten- und Kommunaltechnik reicht die Bandbreite vom handgeführten Motorgerät bis zum Harvester und zum Trägerfahrzeug mit Winterdienstausrüstung. Viele Kunden sind private Nutzer oder Kommunen, die ihre Geräte saisonal einsetzen. Darum stehen Sicherheitseinrichtungen, Einstellung und Beratung zur richtigen Pflege im Mittelpunkt.
An der Motorsäge sind Kettenbremse, Kettenfänger, Gashebelsperre und stehende Kette im Leerlauf sicherheitsrelevant. Die Kette wird mit passender Rundfeile geschärft, alle Zähne gleich lang; der Tiefenbegrenzer bestimmt die Spandicke und darf nicht zu tief stehen. Zweitaktgeräte laufen mit Gemisch im vorgeschriebenen Verhältnis, Vergaser werden nur nach Herstellervorgabe mit Drehzahlmesser eingestellt. Bei Mähern werden verbogene Messer ersetzt und Sitz- oder Bügelschalter nie überbrückt.
Harvester messen die Stammlänge mit einem Messrad, das regelmäßig gereinigt und mit Kontrollmaßen kalibriert wird. Pumpen können Wasser nur begrenzt ansaugen, weil der Luftdruck theoretisch nur etwa 10 m Wassersäule trägt. Im Winterdienst bestimmen Streudichte, Streubreite und Strecke den Streustoffbedarf; Salz und Sole greifen Stahl und Elektrik an, Reinigung und Korrosionsschutz gehören zur Instandhaltung.
Das solltest du dir merken
- Kettenbremse vor jedem Einsatz und nach jeder Reparatur prüfen.
- Zu tief gefeilte Tiefenbegrenzer erhöhen die Rückschlaggefahr.
- Sicherheitsschalter an Mähern sind gewollt und werden nie überbrückt.
- Saughöhe einer Pumpe praktisch nur etwa 7 bis 8 m.
- Streustoffbedarf in kg gleich Streudichte in g/m² mal Breite in m mal Strecke in km.
Formeln
- Ölmenge im Zweitaktgemisch
- Mischungsverhältnis, etwa 50 bei 1:50
- Antriebsleistung einer Pumpe
- Volumenstrom in m³/s, Förderhöhe in m, Wirkungsgrad
- Streustoffbedarf
- Streudichte in g/m², Streubreite in m, Strecke in km, in kg
Typische Fehler in der Prüfung
- Beim Pumpenvolumenstrom m³/h nicht in m³/s umgerechnet.
- Ein verbogenes Mähermesser kalt gerichtet und wieder montiert.
- Den Vergaser ohne Drehzahlmesser zu mager eingestellt.
Tipps aus der Werkstatt
- Zu tief gefeilte Tiefenbegrenzer machen die Säge aggressiv und rückschlagfreudig. Sicherheitsschalter an Mähern nie überbrücken. Streustoff in kg = g/m² mal Breite in m mal Strecke in km. Pumpen saugen praktisch nur etwa 7 bis 8 m hoch.
Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.
13 Aufgaben zu „Motorgeräte, Holzernte, Rasenpflege und Winterdienst“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in (2014), Lernfeld 12c (Instandhalten von Maschinen, Geräten und Anlagen der Forst-, Garten- und Kommunaltechnik). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.