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Lernfeld 6 · Prüfung Teil 1

Montage- und Demontageplanung

Montage und Demontage von Baugruppen planen: Montageunterlagen, Kennzeichnung, Reihenfolge, Ausrichten, Standsicherheit und Skizzen.

12 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Eine Montage beginnt am Schreibtisch. Aus Gesamtzeichnung, Verlegeplan und Stückliste ergibt sich, welche Bauteile wohin gehören; jedes Teil trägt dafür eine Positionsnummer. Die Montageanweisung legt Reihenfolge, Hilfsmittel, Anziehverfahren und Sicherungsmaßnahmen fest, die Schraubenliste nennt die Verbindungsmittel je Anschluss, und die Gefährdungsbeurteilung beschreibt Gefahren und Schutzmaßnahmen, etwa gegen Absturz. Vor Beginn prüft man Bauteile, Maße und Auflager, denn Abweichungen lassen sich später nur mit großem Aufwand ausgleichen.

Eine geschraubte Baugruppe wird zuerst mit handfest angezogenen Schrauben zusammengesetzt, dann ausgerichtet und erst danach endgültig verschraubt. Während der Montage ist eine Konstruktion oft weniger stabil als im fertigen Zustand: Stützen werden abgespannt, bis Riegel und Verbände aussteifen, Höhen gleicht man mit Futterblechen aus. Zum Ausrichten dienen Montagedorne, Wasserwaage, Lot, Nivelliergerät, Rotationslaser und das Vergleichen der Diagonalen, die bei einem rechtwinkligen Rahmen gleich lang sind.

Bei einer Demontage für den Wiederaufbau werden die Teile vor dem Lösen gekennzeichnet, ihre Lage mit Skizze und Fotos festgehalten und die Verbindungsmittel je Anschluss getrennt verpackt. Die Reihenfolge ist meist umgekehrt zur Montage; dabei muss jeder Zwischenzustand standsicher bleiben. Was wiederverwendet werden darf, wird geprüft, der Rest umweltgerecht entsorgt.

Das solltest du dir merken

  • Erst Bauteile und Auflager prüfen, dann montieren.
  • Schrauben erst endgültig anziehen, wenn die Baugruppe ausgerichtet ist.
  • Gleich lange Diagonalen zeigen einen rechtwinkligen Rahmen.
  • Beim Nivellieren gilt, je höher der Punkt, desto kleiner die Ablesung.
  • Vor der Demontage kennzeichnen, skizzieren und fotografieren.

Formeln

Diagonale eines Rechteckrahmens
Diagonale, Länge, Breite des Rahmens, alle in mm
Höhenunterschied beim Nivellieren
Höhenunterschied, Ablesung am Bezugspunkt (Rückblick), Ablesung am Neupunkt (Vorblick)

Typische Fehler in der Prüfung

  • Schrauben voll angezogen, bevor die Baugruppe ausgerichtet war; danach lässt sich nichts mehr richten.
  • Abspannungen entfernt, bevor die Verbände eingebaut waren.
  • Beim Nivellieren die Ablesungen vertauscht und das Vorzeichen falsch bestimmt.
  • Bei der Demontage nichts gekennzeichnet; beim Wiederaufbau passen die Teile nicht zusammen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Baugruppen in der Reihenfolge montieren: Teile nach Stückliste prüfen, ansetzen und mit Montagedornen ausrichten, Schrauben erst handfest, dann ausrichten und zuletzt endgültig anziehen. Rechtwinkligkeit prüfst du über gleich lange Diagonalen; vor einer Demontage alles kennzeichnen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

12 Aufgaben zu „Montage- und Demontageplanung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Konstruktionsmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 6 (Montieren und Demontieren von Baugruppen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.