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Lernfeld 12 · Prüfung Teil 2

Instandhaltungskosten und Dokumentation

Instandhaltungskosten berechnen und dokumentieren: Stundenverrechnungssatz, Kostenarten, Ausfallkosten, Kostenvergleich und Prüfnachweise.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Eine Instandhaltungsrechnung setzt sich aus Lohn, Material, Fremdleistungen und Anfahrt zusammen, dazu kommt die Umsatzsteuer. Der Lohn wird mit dem Stundenverrechnungssatz berechnet, der neben dem Bruttolohn auch Lohnnebenkosten, Gemeinkosten für Fahrzeug, Werkzeug und Verwaltung sowie Wagnis und Gewinn deckt. Beim Betreiber kommen Ausfallkosten hinzu: wartende Mitarbeiter, Lkw, die nicht entladen werden, verspätete Lieferungen. Ungeplante Ausfälle sind deshalb meist viel teurer als die vorbeugende Wartung, zumal Notdienste mit Zuschlägen arbeiten.

Ob sich eine Instandsetzung noch lohnt, zeigt ein einfacher Kostenvergleich je Jahr: Kosten der Instandsetzung durch ihre verbleibende Nutzungsdauer gegen Kosten des Neuteils durch seine Nutzungsdauer. Genauere Rechnungen berücksichtigen Zinsen, Restwerte und Ausfallzeiten. Langfristig sinken die Kosten durch Schwachstellenanalyse, verschleißfestere Bauteile und einheitliche Ersatzteile, nicht durch ausgelassene Prüfungen.

Alle Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten werden im Sinne der Qualitätssicherung dokumentiert: Datum, ausführende Person, Befund, Arbeiten, getauschte Teile, Prüfergebnis und offene Mängel. Bei Toren geschieht das im Prüfbuch. Nach Betriebssicherheitsverordnung muss das Ergebnis einer Prüfung mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahrt werden. Im ERP-System werden Zeit und Material auf Auftrag und Kostenstelle gebucht; so entsteht die Historie einer Anlage, die Haftungsfragen klärt und Entscheidungen über Ersatz stützt.

Das solltest du dir merken

  • Der Stundenverrechnungssatz deckt Lohn, Lohnnebenkosten, Gemeinkosten und Gewinn.
  • Ausfallkosten entstehen beim Betreiber und übersteigen oft die Reparaturkosten.
  • Kostenvergleich je Jahr gleich Kosten durch Nutzungsdauer der jeweiligen Variante.
  • Prüfnachweise mindestens bis zur nächsten Prüfung aufbewahren.
  • Was nicht dokumentiert ist, gilt im Streitfall als nicht gemacht.

Formeln

Rechnungsbetrag
Zahl der Monteure, Arbeitszeit je Monteur in h, Stundenverrechnungssatz in €/h, Material, Anfahrt in €
Kosten je Jahr
Kosten je Jahr in €/a, einmalige Kosten der Variante in €, Nutzungsdauer in Jahren

Typische Fehler in der Prüfung

  • Die Arbeitszeit nur für einen Monteur gerechnet, obwohl zwei im Einsatz waren.
  • Instandsetzung und Neuteil nur nach dem Preis verglichen, ohne die unterschiedliche Nutzungsdauer.
  • Ausfallkosten beim Kunden übersehen und die vorbeugende Wartung deshalb für zu teuer gehalten.

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Zufallszahlen

Eine verschlissene Stahlbühne kann für instand gesetzt werden und hält dann noch etwa 5 Jahre. Eine neue Bühne kostet und hält etwa 20 Jahre. Berechnen Sie, um wie viel Euro je Jahr sich die beiden Varianten unterscheiden. Runden Sie auf ganze Euro.

€

Tipps aus der Werkstatt

  • Reparieren oder neu kaufen? Beide Varianten auf Kosten je Jahr umrechnen: Preis durch Nutzungsdauer. Bei Rechnungen Monteure mal Stunden mal Verrechnungssatz, dann Material und Anfahrt dazu und erst zum Schluss 19 % Umsatzsteuer. Ausfallkosten beim Kunden gehören in jeden Vergleich, auch wenn sie auf keiner Rechnung stehen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Instandhaltungskosten und Dokumentation“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Konstruktionsmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 12 (Instandhalten von Produkten der Konstruktionstechnik); BetrSichV. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.