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Lernfeld 6 · Prüfung Teil 1

Starterbatterie

Starterbatterie: Aufbau, Kenndaten, AGM und EFB, Ruhespannung, Laden, Batteriewechsel mit Anmelden, Ruhestrom und Standzeit.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Die 12-V-Starterbatterie besteht aus sechs in Reihe geschalteten Bleizellen mit je etwa 2 V. Beim Entladen wird Schwefelsäure verbraucht, die Säuredichte sinkt, und eine entladene Batterie kann bei Frost einfrieren. Auf dem Etikett stehen Nennspannung, Kapazität in Ah (bei 20-stündiger Entladung) und Kälteprüfstrom nach DIN EN 50342-1. Fahrzeuge mit Start-Stopp brauchen zyklenfeste Batterien: EFB für einfache Systeme, AGM mit im Glasvlies gebundenem Elektrolyt für höhere Belastung und Bremsenergierückgewinnung. AGM wird nur durch AGM ersetzt, EFB durch EFB oder nach Herstellerfreigabe durch AGM, nie durch eine einfache Nassbatterie.

Den Ladezustand schätzt man nach längerer Ruhe über die Ruhespannung, etwa 12,7 V voll und etwa 12,2 V halb geladen, den Zustand unter Last prüft ein Batterietester. Geladen wird mit einem Ladegerät mit passender Kennlinie, in gut gelüftetem Raum, weil Knallgas entstehen kann. Beim Ausbau wird zuerst der Minuspol gelöst, beim Einbau zuletzt angeklemmt. Fahrzeuge mit Batteriesensor und Energiemanagement verlangen oft das Anmelden der neuen Batterie mit dem Diagnosetester; bei geänderter Technik oder Kapazität werden auch Batterietyp und Kapazität neu codiert. Ohne Anmelden bewertet das Energiemanagement die neue Batterie wie die alte, gealterte und lädt falsch.

Springt ein Fahrzeug nach einigen Tagen Standzeit nicht an, prüft man nacheinander Batterie, Ladespannung und Ruhestrom. Der Ruhestrom wird erst gemessen, wenn alle Steuergeräte eingeschlafen sind. Aus Kapazität, zulässiger Entnahme und Ruhestrom lässt sich abschätzen, wie lange ein Fahrzeug stehen kann. Beim Fremdstart kommt die Masseleitung an einen Massepunkt entfernt von der Batterie.

Das solltest du dir merken

  • Minus zuerst ab, Minus zuletzt an.
  • AGM nur durch AGM ersetzen, EFB durch EFB oder nach Freigabe AGM, nie durch eine einfache Nassbatterie.
  • Ruhespannung nur nach längerer Ruhe ohne Last messen.
  • Beim Laden entsteht Knallgas, also lüften und Funken vermeiden.
  • Ruhestrom erst nach dem Einschlafen der Steuergeräte messen.

Formeln

Ladung und Kapazität
in Ah, in A, in h
Ladezeit
fehlende Ladung in Ah, Ladefaktor (etwa 1,1 bis 1,2), Ladestrom
Standzeit bei Ruhestrom
zulässiger Entnahmeanteil, Ruhestrom in A

Typische Fehler in der Prüfung

  • Den Ruhestrom in mA ohne Umrechnung in A eingesetzt.
  • Beim Ausbau zuerst den Pluspol gelöst.
  • Den Ladefaktor bei der Ladezeit vergessen.
  • Die Ruhespannung direkt nach dem Laden oder nach der Fahrt gemessen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Minus zuerst ab, Minus zuletzt an, dann kann der Schlüssel am Pluspol keinen Kurzschluss machen. Bei Rechnungen mit Ruhestrom die mA erst in A umrechnen: 35 mA sind 0,035 A. AGM nur durch AGM ersetzen, EFB durch EFB oder AGM, und die neue Batterie immer am Energiemanagement anmelden.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Starterbatterie“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 6 (Funktionsstörungen an Bordnetz-, Ladestrom- und Startsystemen diagnostizieren und beheben). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.