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Lernfeld 13 · Prüfung Teil 2

Hybrid- und Elektroantrieb

Hybrid- und Elektroantriebe: Hybridstufen und -strukturen, E-Maschinen, Pulswechselrichter, DC/DC-Wandler, Batteriemanagement, Rekuperation und Reichweite.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Hybridfahrzeuge kombinieren Verbrennungsmotor und E-Maschine. Der Mildhybrid mit 48-V-Startergenerator unterstützt beim Anfahren und rekuperiert, fährt aber kaum rein elektrisch. Vollhybride fahren kurze Strecken elektrisch, Plug-in-Hybride haben eine größere, extern ladbare Batterie. Nach der Struktur unterscheidet man den seriellen Hybrid, bei dem der Verbrenner nur einen Generator antreibt, den Parallelhybrid mit mechanischer Kopplung beider Antriebe und den leistungsverzweigten Hybrid mit Planetenradsatz.

Im Elektrofahrzeug fließt die Energie aus der Hochvoltbatterie über die Hauptschütze zum Pulswechselrichter. Er erzeugt aus der Gleichspannung einen Drehstrom mit veränderlicher Frequenz und steuert damit Drehzahl und Moment der E-Maschine. Häufig ist das eine permanenterregte Synchronmaschine mit sehr hohem Wirkungsgrad, manchmal eine Asynchronmaschine, die ohne Magnete auskommt. Ein einstufiges Untersetzungsgetriebe mit Differenzial überträgt das Moment auf die Räder. Beim Verzögern arbeitet die E-Maschine als Generator und lädt die Batterie (Rekuperation). Das 12-V-Bordnetz versorgt ein DC/DC-Wandler.

Das Batteriemanagementsystem überwacht Spannung und Temperatur der Zellen, gleicht Ladungsunterschiede aus und berechnet Ladezustand (SoC) und Alterungszustand (SoH). Der Energieinhalt ergibt sich aus Nennspannung und Kapazität, die Reichweite aus nutzbarer Energie und Verbrauch. Im Winter sinkt die Reichweite deutlich, weil Heizung und kalte Zellen Energie kosten; Wärmepumpe und Vorkonditionierung helfen. Für jede Arbeit am Hochvoltsystem gelten die Regeln des Themas Hochvolt.

Das solltest du dir merken

  • Der 48-V-Mildhybrid liegt unter der Hochvoltgrenze von 60 V DC.
  • Der Pulswechselrichter macht aus Gleichspannung Drehstrom mit veränderlicher Frequenz.
  • Der DC/DC-Wandler ersetzt im Elektroauto die Lichtmaschine.
  • Energieinhalt ist Nennspannung mal Kapazität, nutzbar ist nur die Nettokapazität.
  • Für die Leistung aus Drehzahl und Moment die Drehzahl in 1/s einsetzen.

Formeln

Mechanische Leistung
in W, in 1/s, in N·m; mit in 1/min gilt in kW
Energieinhalt der Batterie
Nennspannung in V, Kapazität in Ah, in Wh
Reichweite
nutzbare Energie in kWh, Verbrauch in kWh je 100 km

Typische Fehler in der Prüfung

  • Die Drehzahl in 1/min statt 1/s in P = 2·π·n·M eingesetzt.
  • Den Pulswechselrichter mit dem Bordladegerät verwechselt.
  • Mit der Bruttokapazität statt der nutzbaren Kapazität gerechnet.
  • Einen 48-V-Mildhybrid als Hochvoltfahrzeug eingestuft.

Tipps aus der Werkstatt

  • Bei P = 2 · π · n · M muss die Drehzahl in 1/s stehen, also 1/min durch 60 teilen. Bequemer ist P in kW gleich M mal n durch 9550. Und nicht verwechseln: Der Pulswechselrichter treibt die E-Maschine an, der Bordlader lädt am Wechselstromnetz, der DC/DC-Wandler versorgt die 12 V.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Hybrid- und Elektroantrieb“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 13 (Antriebskomponenten reparieren). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.