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Lernfeld 11 · Prüfung Teil 2

Steuergeräte codieren und programmieren

Steuergeräte codieren, programmieren und anlernen: Unterschiede, Spannungsversorgung, Online-Zugang, Wegfahrsperre und Software-Updates nach UN-Regelung 156.

11 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Steuergeräte bestehen aus Hardware und Software. Beim Codieren bleibt die Software gleich, es werden nur Parameter gesetzt, die zur Ausstattung passen: Länderversion, Anhängerkupplung, Scheinwerferart oder Getriebevariante. Beim Programmieren, auch Flashen genannt, wird neue Software übertragen, etwa um einen bekannten Fehler zu beheben oder ein Austauschsteuergerät auf den passenden Stand zu bringen. Anlernen und Grundeinstellung machen Bauteile bekannt oder ermitteln deren Kennwerte, zum Beispiel neue Schlüssel, eine gereinigte Drosselklappe oder die Endlagen eines Stellmotors.

Programmieren ist ein empfindlicher Vorgang. Er kann viele Minuten dauern, und Zündung, Steuergeräte und oft Lüfter sind die ganze Zeit eingeschaltet. Darum wird ein Batterieladegerät mit Stützfunktion angeschlossen, Verbraucher werden ausgeschaltet, und das Diagnosegerät wird stabil verbunden. Der Vorgang wird nie unterbrochen. Bricht er trotzdem ab, wird zuerst die Ursache beseitigt und dann nach Herstellervorgabe wiederholt; ein Bootloader ermöglicht meist das Wiederherstellen.

Viele Funktionen sind geschützt. Für Arbeiten an Wegfahrsperre, Schlüsseln und sicherheitsrelevanten Steuergeräten braucht die Werkstatt eine Online-Verbindung zum Hersteller und eine persönliche Anmeldung; freie Werkstätten haben nach dem EU-Typgenehmigungsrecht Anspruch auf Reparatur- und Wartungsinformationen. Die UN-Regelungen Nr. 155 und Nr. 156 verlangen von den Herstellern Cybersicherheit und ein Managementsystem für Software-Updates, auch drahtlos. Für die Werkstatt heißt das: nur freigegebene Software aufspielen und Software-Stände im Auftrag dokumentieren.

Das solltest du dir merken

  • Codieren setzt Parameter, Programmieren ersetzt Software.
  • Vor dem Programmieren immer ein Stützgerät anschließen.
  • Einen Programmiervorgang nie abbrechen.
  • Fremde Steuergeräte müssen an die Wegfahrsperre angelernt werden.
  • Software-Stände vor und nach der Arbeit dokumentieren.

Formeln

Entnommene Ladung
mittlerer Strom in A, Zeit in h, in Ah
Übertragungsdauer
Datenmenge, nutzbare Datenrate in derselben Einheit je Sekunde

Typische Fehler in der Prüfung

  • Codieren und Programmieren verwechselt.
  • Ohne Stützgerät programmiert, die Spannung brach ein.
  • Nach dem Tausch eines Steuergeräts das Anlernen vergessen.
  • Bei einem Abbruch die Batterie abgeklemmt, statt den Vorgang nach Vorgabe zu wiederholen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Codieren setzt Parameter, Programmieren ersetzt die Software, das wird in Prüfungen gern vertauscht. Vor jedem Programmieren das Stützgerät anschließen und Verbraucher ausschalten. Bricht der Vorgang ab, nicht die Batterie abklemmen, sondern nach Herstellervorgabe wiederholen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

11 Aufgaben zu „Steuergeräte codieren und programmieren“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kraftfahrzeugmechatroniker/-in, Lernfeld 11 (Vernetzte Antriebs-, Komfort- und Sicherheitssysteme diagnostizieren und instand setzen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.