Lernfeld 6 · Prüfung Teil 1
Sensoren und Signalverarbeitung
Sensoren an Maschinen: induktive, kapazitive, optische und magnetische Näherungsschalter, PNP und NPN, Anschluss und analoge Signale 4 bis 20 mA.
Darum geht es
Sensoren melden der Steuerung, ob ein Werkstück da ist, ein Zylinder seine Endlage erreicht hat oder wie groß ein Messwert ist. Induktive Näherungsschalter erzeugen ein hochfrequentes Magnetfeld und erkennen nur Metalle; bei Aluminium oder Kupfer verkürzt sich der Schaltabstand gegenüber Stahl. Kapazitive Sensoren reagieren auf die Änderung eines elektrischen Feldes und erfassen nahezu alle Stoffe, auch Kunststoff, Holz oder Flüssigkeiten, sogar durch eine nichtmetallische Behälterwand. Magnetische Sensoren wie Reedschalter sitzen in der Nut von Pneumatikzylindern und erfassen den Magnetring am Kolben.
Optische Sensoren gibt es als Einweglichtschranke mit getrenntem Sender und Empfänger, als Reflexionslichtschranke mit Gerät auf einer Seite und Reflektor gegenüber und als Reflexionslichttaster, bei dem das Objekt selbst das Licht zurückwirft. Ultraschallsensoren messen Abstände über die Laufzeit des Schalls. Ein binärer Sensor mit drei Leitern hat nach Farbcode braun für Plus, blau für Minus und schwarz als Schaltausgang. Ein PNP-Ausgang schaltet im betätigten Zustand das Pluspotenzial an den Ausgang, ein NPN-Ausgang das Minuspotenzial.
Analoge Sensoren liefern einen Wert proportional zur Messgröße, oft 4 bis 20 mA. Der Nullpunkt liegt bei 4 mA; fällt das Signal auf 0 mA, erkennt die Steuerung einen Drahtbruch. Schaltet ein Sensor unzuverlässig, prüft man Schaltabstand, Befestigung, Späne und Kühlschmierstoff am Sensor, Kabel und Stecker sowie die Versorgungsspannung. Bündig einbaubare Sensoren dürfen in Metall versenkt werden, nicht bündige brauchen eine metallfreie Zone.
Das solltest du dir merken
- Induktive Sensoren erkennen nur Metall, kapazitive fast jeden Stoff.
- Reflexionslichtschranke braucht einen Reflektor, Reflexionslichttaster nicht.
- PNP schaltet Plus an den Ausgang, NPN schaltet Minus.
- Drei-Leiter-Sensor mit braun Plus, blau Minus, schwarz Ausgang.
- Bei 4 bis 20 mA bedeutet 0 mA einen Drahtbruch, nicht den Messwert null.
Formeln
- Messwert aus einem Stromsignal 4 bis 20 mA
- gemessener Strom in mA, und Anfang und Ende des Messbereichs, Messwert
Typische Fehler in der Prüfung
- Den Strom einfach durch 20 mA geteilt und den Nullpunkt bei 4 mA vergessen.
- Einen induktiven Sensor für Kunststoffteile eingeplant.
- PNP und NPN verwechselt und den Sensor falsch an die SPS-Eingänge angeschlossen.
- Reflexionslichtschranke und Reflexionslichttaster verwechselt.
Tipps aus der Werkstatt
- Induktive Sensoren erkennen nur Metall, kapazitive auch Kunststoff, Holz und Flüssigkeiten. Bei einem pnp-Sensor schaltet der Ausgang Plus auf die Last, bei npn schaltet er Minus. Der Schaltabstand sinkt bei Nichteisenmetallen wie Aluminium deutlich.
Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.
11 Aufgaben zu „Sensoren und Signalverarbeitung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Industriemechaniker, Lernfeld 6 (Installieren und Inbetriebnehmen steuerungstechnischer Systeme). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.