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Lernfeld 13 · Prüfung Teil 2

Störungen an automatisierten Anlagen

Störungen an automatisierten Anlagen systematisch finden: Fehlersuche mit Schaltplan und Diagnose, Sensoren, Ventile, Pneumatik und Verfügbarkeit.

11 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Steht eine Montagestation still, kostet jede Minute Geld. Trotzdem lohnt es sich, nicht wahllos Teile zu tauschen, sondern systematisch vorzugehen. Zuerst sicherst du die Anlage und befragst den Bediener, was zuletzt passiert ist. Dann liest du die Meldung am Bedienpanel, vergleichst Soll- und Istzustand im Schaltplan oder in der Online-Ansicht des Programms und grenzt den Fehler ein. Erst danach tauschst oder stellst du ein, prüfst die Funktion und dokumentierst Ursache und Abhilfe.

Leuchtdioden helfen beim Eingrenzen. Leuchtet die Schalt-LED am induktiven Sensor, aber nicht die LED am SPS-Eingang, liegt der Fehler auf der Leitung oder am Stecker dazwischen. Leuchtet die LED im Gerätestecker der Ventilspule, kommt das Signal an; fährt der Zylinder trotzdem nicht, suchst du in der Pneumatik, etwa bei verklemmtem Ventilschieber, fehlender Druckluft oder zugedrehter Drossel. Die Halbierungsmethode teilt eine lange Signalkette in der Mitte und prüft, auf welcher Hälfte das Signal verloren geht.

Sporadische Fehler wie eine Zeitüberwachung, die nur ab und zu auslöst, deuten auf schleichende Ursachen hin: ein Sensor am Rand seines Schaltabstands, Druckschwankungen oder ein schwergängiger Zylinder. Tritt ein Schaden nach dem Tausch bald wieder auf, wurde nur das Symptom behoben; dann muss die eigentliche Ursache gefunden werden. Die technische Verfügbarkeit zeigt, wie stark Störungen die geplante Betriebszeit mindern.

Das solltest du dir merken

  • Erst sichern und informieren, dann eingrenzen, beheben, prüfen und dokumentieren.
  • LED am Sensor an, LED am Eingang aus, so liegt der Fehler auf dem Weg dazwischen.
  • Signal an der Ventilspule vorhanden, Zylinder steht, so liegt die Ursache meist in Mechanik oder Pneumatik.
  • Wiederkehrende Schäden verlangen eine Ursachenanalyse statt eines weiteren Teiletauschs.
  • Brücken oder Überbrücken von Schutzeinrichtungen ist bei der Fehlersuche verboten.

Formeln

Technische Verfügbarkeit
in %, geplante Betriebszeit, Stillstandszeit durch Störungen, beide in derselben Einheit
Leckmenge aus dem Druckabfall
Leckmenge (Normalvolumen je Zeit), Volumen von Behälter und Netz, , Überdruck am Anfang und Ende, Umgebungsdruck etwa 1 bar, Messzeit

Typische Fehler in der Prüfung

  • Sofort Bauteile getauscht, ohne zuvor Signale und Meldungen auszuwerten; der Fehler bleibt und das Lager wird leer.
  • Aus einer leuchtenden Ausgangs-LED geschlossen, dass auch Ventil und Zylinder in Ordnung sind.
  • Beim Druckabfallversuch Verbraucher nicht abgeschaltet oder den Druckabfall falsch eingesetzt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Bei einer Störung an einer automatisierten Anlage zuerst die Fehlermeldung am Bedienfeld lesen und den Schritt in der Ablaufkette suchen, auf dem die Anlage steht. Meist fehlt das Weiterschaltsignal, also ein Sensor, der nicht meldet, oder ein Ventil, das nicht schaltet.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

11 Aufgaben zu „Störungen an automatisierten Anlagen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Industriemechaniker, Lernfeld 13 (Sicherstellen der Betriebsfähigkeit automatisierter Systeme); DIN 31051 sinngemäß. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.