Lernfeld 12 · Prüfung Teil 2
Instandhaltungsstrategien
Instandhaltungsstrategien nach DIN 31051 im Vergleich: ausfallbedingt, vorbeugend, zustandsorientiert, vorausschauend und RCM, mit Badewannenkurve.
Darum geht es
Nach DIN 31051 umfasst Instandhaltung vier Grundmaßnahmen. Wartung verzögert den Abbau des Abnutzungsvorrats, Inspektion stellt den Ist-Zustand fest, Instandsetzung stellt den Soll-Zustand wieder her, Verbesserung erhöht die Zuverlässigkeit, ohne die Funktion zu ändern. Jedes Bauteil hat einen Abnutzungsvorrat, der im Betrieb abgebaut wird; ist er erschöpft, fällt es aus.
Bei der ausfallbedingten Instandhaltung wird erst nach dem Ausfall repariert. Das passt für billige, schnell tauschbare Teile ohne Folgeschäden, etwa eine Leuchte. Die periodisch vorbeugende Instandhaltung tauscht Teile nach festen Intervallen, ist gut planbar, verschenkt aber oft Restlebensdauer und kann durch unnötige Eingriffe neue Fehler bringen. Die zustandsorientierte Instandhaltung greift erst ein, wenn Messungen eine Grenze anzeigen; dafür muss sich der Verschleiß messen lassen. Vorausschauend heißt, aus dem Trend der Messwerte den Ausfallzeitpunkt vorherzusagen.
Die Ausfallrate vieler Teile folgt der Badewannenkurve mit Frühausfällen, einer langen Phase seltener Zufallsausfälle und am Ende Verschleißausfällen. Welche Strategie passt, hängt von Sicherheit, Ausfallfolgen, Kosten, Verfügbarkeit von Ersatz und der Messbarkeit ab. Die zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung (RCM) wählt deshalb für jede Funktion einzeln die passende Maßnahme.
Das solltest du dir merken
- Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung sind die vier Grundmaßnahmen nach DIN 31051.
- Ausfallbedingt passt nur, wenn ein Ausfall billig und ungefährlich ist.
- Zustandsorientiert geht nur, wenn sich der Verschleiß messen lässt.
- Im flachen Teil der Badewannenkurve fallen Teile zufällig aus, ein fester Tausch hilft dort wenig.
- RCM wählt die Strategie je Funktion nach den Ausfallfolgen.
Typische Fehler in der Prüfung
- Wartung und Inspektion verwechselt; die Inspektion stellt nur fest, die Wartung erhält.
- Vorbeugende Instandhaltung für immer am besten gehalten und ihre Kosten übersehen.
- Zustandsorientierte Instandhaltung für Teile gewählt, deren Zustand sich nicht messen lässt.
Tipps aus der Werkstatt
- Ausfallbedingte Instandhaltung repariert erst nach dem Schaden, vorbeugende tauscht nach festen Intervallen, zustandsorientierte nach gemessenem Zustand. Die richtige Wahl hängt davon ab, wie teuer ein Ausfall ist und ob sich der Verschleiß messen lässt.
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11 Aufgaben zu „Instandhaltungsstrategien“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Industriemechaniker, Lernfeld 12 (Instandhalten von technischen Systemen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.