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Lernfeld 12 · Prüfung Teil 2

Instandhaltungsplanung und Dokumentation

Instandhaltung planen und dokumentieren: Wartungsplan, IPS und CMMS, Auftragsablauf, wiederkehrende Prüfungen nach BetrSichV und Kosten.

12 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Gute Instandhaltung ist geplant. Grundlage für Intervalle, Schmierstoffe und Prüfpunkte ist die Betriebsanleitung des Herstellers, ergänzt um eigene Erfahrungen. Daraus entstehen Wartungs- und Inspektionspläne mit Tätigkeit, Intervall, Hilfsmitteln und Verantwortlichen sowie Schmierpläne mit Schmierstellen und Schmierstoffen.

Viele Betriebe nutzen dafür ein Instandhaltungsplanungs- und -steuerungssystem (IPS, englisch CMMS). Es verwaltet Anlagen, plant fällige Aufträge, führt Ersatzteillager und Historie und liefert Kennzahlen. Ein Auftrag läuft typisch so ab. Meldung, Bewertung und Planung, Freigabe, Durchführung, Rückmeldung mit Zeiten und Material und schließlich Abschluss und Auswertung. Gehen mehrere Meldungen zugleich ein, haben Gefahren für Menschen und Umwelt Vorrang vor Produktionsausfällen und diese vor Komfortmängeln.

Bestimmte Arbeitsmittel müssen nach Betriebssicherheitsverordnung und Unfallverhütungsvorschriften regelmäßig geprüft werden, etwa Krane mindestens jährlich durch eine befähigte Person, dazu elektrische Betriebsmittel und Druckanlagen. Jede Prüfung wird dokumentiert. Zu den Instandhaltungskosten zählen Personal, Material, Ersatzteile und Fremdleistungen, aber auch die Kosten des Stillstands. Eine vollständige Dokumentation zeigt, wo Ausfälle teuer werden und wo sich Verbesserungen lohnen.

Das solltest du dir merken

  • Intervalle und Schmierstoffe zuerst aus der Betriebsanleitung des Herstellers entnehmen.
  • Ein IPS plant Aufträge, verwaltet Ersatzteile und speichert die Historie.
  • Sicherheit von Menschen geht bei der Reihenfolge immer vor Produktion.
  • Wiederkehrende Prüfungen nach BetrSichV werden von befähigten Personen gemacht und dokumentiert.
  • Ausfallkosten durch Stillstand gehören zu den Instandhaltungskosten.

Typische Fehler in der Prüfung

  • Rückmeldung mit Zeiten und Material vergessen; die Historie im IPS bleibt lückenhaft.
  • Bei mehreren Meldungen den größten Produktionsausfall vor eine Gefahr für Personen gestellt.
  • Nur Personal und Material als Instandhaltungskosten gezählt und Stillstandskosten übersehen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Ein Wartungsplan nennt für jede Baugruppe Tätigkeit, Intervall, Schmierstoff oder Ersatzteil und wer zuständig ist. Dokumentiere jede durchgeführte Wartung mit Datum und Befund, denn nur so lässt sich später auswerten, wo die Anlage Schwachstellen hat.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

12 Aufgaben zu „Instandhaltungsplanung und Dokumentation“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Industriemechaniker, Lernfeld 12 (Instandhalten von technischen Systemen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.