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Lernfeld 9 · Prüfung Teil 2

Wartung, Instandsetzung und Wiederholungsprüfung

Wartung und Wiederholungsprüfung elektrischer Geräte nach DIN EN 50699 und 50678: Prüfschritte, Grenzwerte, Sicherungen und Batterien.

15 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Nach DIN 31051 umfasst Instandhaltung Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Für Geräte legst du Wartungspläne an, die typische Verschleißteile wie Lüfter, Elektrolytkondensatoren, Akkus und Pufferbatterien, Relais, Steckverbinder und Filter enthalten.

Ortsveränderliche Geräte werden wiederkehrend nach DIN EN 50699 (VDE 0702) geprüft, nach einer Instandsetzung nach DIN EN 50678 (VDE 0701). Der Ablauf ist gleich: Sichtprüfung, Schutzleiterwiderstand bei Schutzklasse I, Isolationswiderstand, Schutzleiter- oder Berührungsstrom, Funktionsprüfung und Dokumentation. Bei Schutzklasse II entfällt die Schutzleiterprüfung, weil es keinen Schutzleiter gibt; stattdessen misst du den Berührungsstrom an berührbaren leitfähigen Teilen.

Wichtige Grenzwerte sind: Schutzleiterwiderstand höchstens für die ersten Leitung, Isolationswiderstand mindestens bei Schutzklasse I und bei Schutzklasse II, Berührungsstrom höchstens .

Feinsicherungen ersetzt du nur durch gleiche Typen. Auf der Sicherung stehen Auslösecharakteristik (zum Beispiel T für träge, F für flink), Nennstrom, Schaltvermögen (H für hoch) und Nennspannung. Beim Tausch von Pufferbatterien sicherst du vorher Konfiguration und Uhrzeit, achtest auf Polung und entsorgst die alte Batterie fachgerecht.

Das solltest du dir merken

  • Wiederholungsprüfung nach DIN EN 50699, Prüfung nach Instandsetzung nach DIN EN 50678.
  • Bei Schutzklasse II entfällt die Schutzleiterprüfung, der Berührungsstrom wird gemessen.
  • Isolationswiderstand mindestens 1 MΩ bei SK I und 2 MΩ bei SK II.
  • Berührungsstrom höchstens 0,5 mA.
  • Sicherungen nur durch gleichen Typ mit gleicher Charakteristik und gleichem Schaltvermögen ersetzen.

Formeln

Schutzleiterwiderstand
Widerstand zwischen Schutzkontakt und Gehäuse in Ω, gemessener Spannungsfall in V, Prüfstrom in A

Typische Fehler in der Prüfung

  • Bei Schutzklasse II den Grenzwert der Schutzklasse I für den Isolationswiderstand angewendet.
  • Schutzleiterprüfung bei einem schutzisolierten Gerät verlangt.
  • Träge und flinke Sicherungen als gleichwertig behandelt.
  • Prüfung nicht dokumentiert; ohne Protokoll gilt sie als nicht erfolgt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Nach jeder Instandsetzung folgt die Prüfung nach VDE 0701: Sichtprüfung, Schutzleiterwiderstand (bis 5 m Leitung höchstens 0,3 Ohm), Isolationswiderstand, Schutzleiter- oder Berührungsstrom, Funktionsprüfung, Protokoll.
  • Sicherungen immer mit gleichem Nennstrom, gleicher Charakteristik (F flink, T träge) und gleicher Spannung ersetzen. Eine trägere oder stärkere Sicherung schützt nicht mehr, eine flinkere löst beim Einschalten aus. Lieber warten als improvisieren.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

15 Aufgaben zu „Wartung, Instandsetzung und Wiederholungsprüfung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Elektroniker/-in für Geräte und Systeme 18.12.2020, Lernfeld 9; DIN EN 50699 (VDE 0702), DIN EN 50678 (VDE 0701), DIN 31051. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.