Zum Inhalt springen
myLernwerk

Lernfeld 7 · Prüfung Teil 2

Einzelraumregelung für Heizung, Lüftung und Klima

Einzelraumregelung für Heizung, Lüftung und Klima: Regelkreis, PI-Regler, Betriebsarten, Fensterkontakt, Taupunkt, CO2 und Wärmeleistung.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Die Einzelraumregelung hält in jedem Raum die gewünschte Temperatur. Sie ist ein Regelkreis: Ein Fühler misst den Istwert, der Regler vergleicht ihn mit dem Sollwert und bildet eine Stellgröße, der Heizungsaktor setzt sie über Pulsweitenmodulation an den thermischen Stellantrieb um, und das Ventil verändert den Wärmestrom in den Raum. Ein P-Regler lässt eine bleibende Regelabweichung, ein PI-Regler baut sie über den I-Anteil ab. Träge Systeme wie Fußbodenheizungen brauchen große Nachstellzeiten.

Raumtemperaturregler kennen Betriebsarten: Komfort bei Belegung, Standby bei kurzer Abwesenheit, Nacht mit stärkerer Absenkung und Frost- oder Hitzeschutz. Sie wechseln über Zeitprogramm, Präsenzmelder oder Fensterkontakt. Wird ein Fenster geöffnet, schaltet der Regler in den Schutzbetrieb und schließt das Ventil. Bei Heizen und Kühlen trennt eine Totzone die beiden Sollwerte, damit nie beide gleichzeitig arbeiten. Kühldecken brauchen einen Taupunktwächter, der die Kühlung sperrt, bevor Wasser kondensiert.

Auch die Lüftung lässt sich nach Bedarf regeln. Ein CO2-Sensor zeigt, wie verbraucht die Luft ist; bis etwa 1000 ppm gilt sie als gut. Der nötige Außenluftvolumenstrom ergibt sich aus der CO2-Abgabe der Personen und dem zulässigen Anstieg gegenüber der Außenluft. Eine vernetzte Raumregelung verbessert nach DIN EN ISO 52120-1 die Effizienzklasse der Gebäudeautomation, weil sie Belegung und Lüften berücksichtigt.

Das solltest du dir merken

  • Der PI-Regler regelt ohne bleibende Abweichung, der P-Regler nicht.
  • Offenes Fenster bedeutet Frostschutz und geschlossenes Ventil.
  • Zwischen Heiz- und Kühlsollwert liegt immer eine Totzone.
  • Meldet der Taupunktwächter, wird die Kühlung gesperrt.
  • Raumluft gilt bis etwa 1000 ppm CO2 als gut.

Formeln

Stellgröße eines P-Reglers
Verstärkung, Sollwert, Istwert
Wärmeleistung eines Heizkreises
Massenstrom in kg/h, , Spreizung in K
Außenluftvolumenstrom nach CO2
CO2-Abgabe aller Personen, zulässiger und äußerer CO2-Anteil

Typische Fehler in der Prüfung

  • Bei der Wärmeleistung mit der Vorlauftemperatur statt mit der Spreizung gerechnet.
  • Den CO2-Gehalt der Außenluft nicht abgezogen.
  • Regelabweichung als Istwert minus Sollwert gebildet und das Vorzeichen verdreht.
  • Heiz- und Kühlsollwert ohne Abstand auf denselben Wert gelegt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Regelabweichung ist Sollwert minus Istwert, nicht umgekehrt. Bei der Heizleistung rechnest du mit der Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf, nicht mit der Vorlauftemperatur. Und beim CO2-Luftvolumenstrom zählt nur der Anstieg gegenüber der Außenluft, also etwa 1000 minus 400 ppm.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Einzelraumregelung für Heizung, Lüftung und Klima“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration, Lernfeld 7 (Komponenten und Funktionen in gebäudetechnische Systeme integrieren). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.