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Lernfeld 9 · Prüfung Teil 2

Tür-, Antennen- und Funksysteme

Türsprechanlagen, Satelliten- und Antennenanlagen sowie Funksysteme im Gebäude: Aufbau, Koaxialtechnik, Erdung und Normen kurz erklärt.

21 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Zu den Kommunikationsanlagen im Wohn- und Zweckbau gehören Türsprechanlagen, Empfangsanlagen für Fernsehen und Radio sowie Funksysteme. Moderne Türanlagen arbeiten oft mit 2-Draht-Bus, über den Sprache, Video und Versorgung laufen, oder als IP-Türstation. Soll das Klingeln an den Telefonen im Haus ankommen, muss die Türstation SIP beherrschen, damit die Telefonanlage sie als Teilnehmer anmelden kann.

Satellitenanlagen empfangen DVB-S2. Ein Quattro-LNB liefert die vier Ebenen aus zwei Polarisationen und zwei Frequenzbändern auf vier getrennten Leitungen zum Multischalter, der jeden Teilnehmer unabhängig versorgt. Liegt je Wohnung nur ein Kabel, hilft ein Einkabelsystem (Unicable), bei dem mehrere Empfänger über eine Leitung auf eigenen Frequenzen versorgt werden. Koaxialleitungen haben einen Wellenwiderstand von , offene Ausgänge werden abgeschlossen.

Antennenanlagen sind nach DIN EN 60728-11 in den Potentialausgleich einzubeziehen. Sitzt die Antenne außerhalb des Schutzbereichs eines Blitzschutzsystems, muss der Mast zusätzlich auf kurzem Weg geerdet werden. Für Funktaster ohne Leitung und ohne Batterie gibt es Funksysteme mit Energy Harvesting, die die Energie aus dem Tastendruck gewinnen.

In der Prüfung geht es meist um die passende Technik für einen Kundenwunsch, um die Zahl der Leitungen in einer Sat-Verteilung und um Pegelrechnungen in dB.

Das solltest du dir merken

  • Koaxialtechnik für Rundfunk arbeitet mit 75 Ω.
  • Ein Quattro-LNB braucht vier Leitungen zum Multischalter.
  • Einkabelsysteme versorgen mehrere Empfänger über eine Leitung.
  • Antennenanlagen gehören in den Potentialausgleich, außerhalb des Blitzschutzbereichs zusätzlich mit Erdung des Mastes.
  • IP-Türstationen werden über SIP an Telefonanlagen angebunden.

Formeln

Pegel am Ende einer Strecke
Pegel am Anfang und am Ende in dBm oder dBµV, Summe aller Dämpfungen in dB

Typische Fehler in der Prüfung

  • Quattro-LNB und Quad-LNB verwechselt; der Quattro-LNB gehört an den Multischalter, der Quad-LNB versorgt direkt bis zu vier Receiver.
  • Dämpfungen in dB multipliziert statt subtrahiert.
  • Erdung des Antennenmastes vergessen, wenn die Antenne nicht im Schutzbereich eines Blitzschutzsystems liegt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Bei Satellitenanlagen zählst du zuerst die Teilnehmer und wählst danach LNB und Multischalter mit genug Ausgängen. Der Antennenmast außerhalb des geschützten Bereichs braucht eine Erdung mit ausreichendem Querschnitt und den Anschluss an den Potentialausgleich, sonst fehlt der Blitzschutz für die ganze Anlage.
  • Im Bestand ohne neue Leitungen ist Funk oft die sauberste Lösung: Aktoren in der Dose, Taster batterielos oder per Batterie. Prüfe trotzdem Reichweite durch Decken und ob das System später erweiterbar ist, danach fragt die Prüfung gern.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

21 Aufgaben zu „Tür-, Antennen- und Funksysteme“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Elektroniker/-in (18.12.2020), Lernfeld 9 EGT; DIN EN 60728-11. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.