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Lernfeld 10 · Prüfung Teil 2

Sicherheitseinrichtungen, Einstellung und Abnahme

Sicherheitseinrichtungen einstellen und abnehmen: Sicherheitsventil, Berstscheibe, Druck- und Temperaturbegrenzer, Not-Halt, Abnahmeprotokoll und Einweisung.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Sicherheitseinrichtungen schützen die Anlage, wenn Regelung oder Bedienung versagen, und arbeiten deshalb unabhängig vom Regelkreis. Das Sicherheitsventil nach DIN EN ISO 4126 bläst bei Überdruck ab und schließt danach wieder; sein Ansprechdruck liegt höchstens beim maximal zulässigen Druck PS des geschützten Behälters. Die Federkraft entspricht etwa dem Ansprechdruck mal der wirksamen Sitzfläche. Die Einstellung wird verplombt, die Abblaseleitung muss frei sein und ins Sichere führen. Berstscheiben öffnen einmalig und werden danach ersetzt.

Wächter schalten bei Erreichen eines Grenzwerts ab und selbsttätig wieder ein. Begrenzer verriegeln: Erst nach Beseitigen der Ursache und bewusstem Entriegeln geht die Anlage wieder in Betrieb. So arbeiten Druckbegrenzer, Sicherheitstemperaturbegrenzer und Überfüllsicherungen. Not-Halt-Befehlsgeräte rasten ein und wirken bis zum Entriegeln; ein Neustart braucht einen eigenen Befehl. Bei der Funktionsprüfung simuliert man den Grenzwert, etwa mit einem Kalibrator, der den passenden Strom des Messumformers einspeist, und notiert den Auslösewert. Überbrückte oder manipulierte Schutzeinrichtungen sind sofort zu melden und zu beseitigen.

Vor der Freigabe der Anlage werden alle eingestellten Grenzwerte, Reglerparameter und Prüfergebnisse im Abnahmeprotokoll festgehalten und von Auftragnehmer und Betreiber unterschrieben. Dazu übergibt man Bedienungsanleitung, Pläne und Schemata. Das Betriebspersonal wird eingewiesen: vorbereiten, erklären, vormachen, selbst bedienen lassen, Fragen klären und die Einweisung schriftlich bestätigen lassen.

Das solltest du dir merken

  • Sicherheitseinrichtungen sind unabhängig von der Regelung.
  • Der Ansprechdruck eines Sicherheitsventils liegt höchstens beim zulässigen Druck PS.
  • Wächter schalten selbst wieder ein, Begrenzer verriegeln.
  • Häufiges Auslösen ist ein Symptom; nie die Schutzeinrichtung überbrücken.
  • Abnahmeprotokoll und Einweisung werden vom Betreiber unterschrieben.

Formeln

Kraft auf den Ventilteller
Kraft in N, Ansprechdruck in N/mm² (1 bar = 0,1 N/mm²), wirksamer Sitzdurchmesser in mm
Prüfstrom am Messumformer
einzuspeisender Strom, Schaltschwelle, Messbereichsendwert bei Messbereichsanfang null

Typische Fehler in der Prüfung

  • Ansprechdruck auf den Prüfdruck statt auf den zulässigen Druck PS eingestellt.
  • Bar nicht in N/mm² umgerechnet; die Federkraft fällt zehnmal zu groß aus.
  • Druckwächter und Druckbegrenzer verwechselt; der Wächter verriegelt nicht.
  • Einweisung nur mündlich gegeben und nicht dokumentiert.

Tipps aus der Werkstatt

  • Wächter schalten selbst wieder ein, Begrenzer verriegeln. Sicherheitsventil höchstens auf PS einstellen, nie auf den Prüfdruck. Bei der Kraft auf den Ventilteller bar in N/mm² umrechnen: 10 bar sind 1 N/mm².

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14 Aufgaben zu „Sicherheitseinrichtungen, Einstellung und Abnahme“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 10 (Einbinden von Komponenten der Steuerungs- und Regelungstechnik); DIN EN ISO 4126-1. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.