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Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2

Schallschutz und Vorwandinstallation

Schallschutz im Bad: 30 dB(A) nach DIN 4109, Armaturengruppe I, Körperschall entkoppeln, Vorwandinstallation und Pegel addieren.

17 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Installationsgeräusche entstehen beim Zapfen, Spülen und Ablaufen. Als Luftschall breiten sie sich über die Luft aus, als Körperschall über Rohre, Befestigungen und Wände. Nach DIN 4109 dürfen Geräusche aus Wasserinstallationen in fremden schutzbedürftigen Räumen, etwa im Schlafzimmer der Nachbarwohnung, höchstens 30 dB(A) erreichen.

Am besten vermeidest du Geräusche an der Quelle. Wähle Armaturen der Geräuschklasse I, die höchstens 20 dB(A) erzeugen, besonders an Wänden zu fremden Wohnungen. Begrenze die Fließgeschwindigkeit durch ausreichende Rohrweiten und senke bei hohem Versorgungsdruck den Ruhedruck mit einem Druckminderer.

Auf dem Übertragungsweg hilft Entkopplung. Rohrschellen bekommen Gummieinlagen, Wannen einen Randdämmstreifen, Montageelemente einer Vorwandinstallation schalldämmende Unterlagen zum Boden und zur Wand. Eine Vorwand trennt Installation und Baukörper und erleichtert zugleich Montage und Wartung. Leitungen gehören nicht starr eingeputzt in Wohnungstrennwände.

Pegel addieren sich nicht einfach. Zwei gleich laute Quellen ergeben nur 3 dB mehr. Ein Unterschied von 10 dB wird etwa als doppelte oder halbe Lautstärke empfunden.

Das solltest du dir merken

  • Höchstens 30 dB(A) in fremden schutzbedürftigen Räumen.
  • Armaturengruppe I höchstens 20 dB(A), Gruppe II höchstens 30 dB(A).
  • Körperschall entkoppelst du mit Gummieinlagen, Dämmstreifen und Unterlagen.
  • Zwei gleich laute Quellen sind zusammen 3 dB lauter.
  • 10 dB mehr klingen etwa doppelt so laut.

Formeln

Addition von Schallpegeln
, Einzelpegel in dB(A), Gesamtpegel in dB(A)
Fließgeschwindigkeit
in m/s, in m³/s, Innenquerschnitt in m²

Typische Fehler in der Prüfung

  • Schallpegel einfach addiert, also 27 dB plus 27 dB als 54 dB gerechnet.
  • Rohrschellen ohne Gummieinlage an der Wohnungstrennwand befestigt.
  • Die 30 dB(A) auf die eigene Wohnung bezogen statt auf fremde schutzbedürftige Räume.

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Zufallszahlen

Durch eine Kupferleitung mit Innendurchmesser fließen . Berechnen Sie die Fließgeschwindigkeit in m/s (zwei Nachkommastellen).

d = 10 mm v = ?V̇ = 0,15 l/s
m/s

Tipps aus der Werkstatt

  • Installationsgeräusche in fremden schutzbedürftigen Räumen höchstens 30 dB(A); Armaturen an solchen Wänden Geräuschklasse I (20 dB(A)). 10 dB mehr wirken etwa doppelt so laut, 3 dB sind gerade hörbar; zwei gleich laute Quellen ergeben +3 dB.
  • Zwei Hebel gegen Lärm: an der Quelle (Fließgeschwindigkeit unter 2 m/s, Druckminderer, leise Armaturen) und auf dem Weg (Schallschutzschellen mit Gummieinlage, Manschetten, Dämmstreifen unter dem Montageelement). Nichts starr in die Wohnungstrennwand einputzen.
  • Fließgeschwindigkeit v = V̇ / A mit A = π · d² / 4. Merkhilfe: 1 cm³/s durch 1 mm² ergibt 1 m/s, also l/s mal 1000 geteilt durch mm². Ruhedruck im Obergeschoss: 0,1 bar je Meter Höhe abziehen, an der höchsten Zapfstelle muss der Mindestfließdruck bleiben.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

17 Aufgaben zu „Schallschutz und Vorwandinstallation“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in SHK (2016), Lernfeld 8; DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau) sinngemäß. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.