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Lernfeld 10 · Prüfung Teil 2

Datenmanagement und IT-Sicherheit

Datenmanagement im Werkzeugbau: PDM, Versionen und Freigabe, Änderungsablauf, Datensicherung, Schutzziele und sicherer Austausch mit Kunden.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Ein Werkzeug besteht aus vielen Dateien: CAD-Modelle, Zeichnungen, Stücklisten, NC- und Messprogramme, Protokolle. Ein PDM-System verwaltet sie mit Versionen, Änderungsindex und Freigabestatus. Wer ändert, checkt das Modell aus und sperrt es damit für andere; nach dem Einchecken entsteht eine neue Version. In die Fertigung dürfen nur freigegebene Stände, alte Stände werden gesperrt. Alle Unterlagen eines fertigen Werkzeugs gehören in die Werkzeugakte.

Die Informationssicherheit verfolgt die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, oft ergänzt um Authentizität. Werkzeugbaubetriebe erhalten Daten von Produkten, die noch geheim sind, und tauschen sie über verschlüsselte Plattformen mit persönlichem Zugang aus. Verdächtige Mails mit Links prüft man über einen bekannten Kontaktweg, nicht durch Antwort an den Absender.

Gegen Ausfall und Erpressungssoftware helfen regelmäßige Sicherungen nach der Regel 3-2-1, davon eine getrennt vom Netz, ein abgetrenntes Maschinennetz, Updates und eigene Kennwörter je Rechner. Den Speicherbedarf rechnet man aus Voll- und Teilsicherungen und der Aufbewahrungsdauer. Bei der Übertragung zur Maschine gilt: ein Byte hat acht Bit, und nur ein Teil der Nennrate ist nutzbar.

Das solltest du dir merken

  • Nur freigegebene Stände mit gültigem Index in die Fertigung geben.
  • Auschecken verhindert, dass zwei Personen dasselbe Modell ändern.
  • Drei Kopien, zwei Medienarten, eine außer Haus.
  • MB mal acht ergibt Mbit; dann durch die nutzbare Rate teilen.
  • Verdächtige Absender über einen bekannten Weg prüfen, nie über die Mail selbst.

Formeln

Übertragungsdauer
in s, Dateigröße in MB, Nennrate in Mbit/s, nutzbarer Anteil als Dezimalzahl

Typische Fehler in der Prüfung

  • Megabyte und Megabit verwechselt; die Zeit ist um den Faktor acht falsch.
  • Die Sicherung auf derselben Netzfreigabe abgelegt wie die Daten.
  • Nach einer Änderung den alten Datenstand nicht gesperrt; an der Maschine läuft das alte Programm.

Tipps aus der Werkstatt

  • Nur freigegebene Stände mit gültigem Änderungsindex fertigen und alte Stände sperren. Sicherung nach 3-2-1, eine Kopie getrennt vom Netz. Bei Übertragungszeiten MB mal 8 nehmen und durch die nutzbare Rate in Mbit/s teilen.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Datenmanagement und IT-Sicherheit“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Werkzeugmechaniker/-in (2004 i. d. F. 2018), Lernfeld 10 (Fertigen von Bauelementen in der rechnergestützten Fertigung). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.