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Lernfeld 11 · Prüfung Teil 2

Vernetzte Komfortsysteme und Funkschnittstellen

Vernetzte Komfortsysteme: Funkschlüssel mit Abstandsmessung, digitaler Schlüssel, Reifendruckkontrolle, Bluetooth und Teilnetzbetrieb.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Komfortsysteme hängen heute an vielen Funkschnittstellen. Ein Zugangssystem ohne Schlüssel misst bei neueren Fahrzeugen den Abstand zum Schlüssel über die Laufzeit eines Ultrabreitbandsignals. So erkennt das Fahrzeug, ob der Schlüssel wirklich nahe ist, und erschwert das Verlängern des Funksignals durch Diebe. Das Smartphone kann als digitaler Schlüssel dienen; es wird über Bluetooth und Nahfeldkommunikation angelernt und im Konto des Halters verwaltet.

Die direkte Reifendruckkontrolle nutzt Sensoren im Rad, die Druck und Temperatur funken. Nach Radwechsel oder Sensortausch müssen die Sensoren dem Fahrzeug bekannt gemacht werden, je nach System automatisch, mit Anlernwerkzeug oder per Diagnosegerät. Telefon, Musik und Apps laufen über Bluetooth, WLAN und USB in das Infotainment, das wiederum über das Gateway mit den übrigen Netzen spricht.

Damit die Batterie im Stand nicht leer wird, schalten Teilnetze ab, die gerade nicht gebraucht werden, und wachen nur bei Bedarf auf. Gestörte Funkempfänger oder nachgerüstete Geräte können das Netz immer wieder wecken. Bei Ruhestromproblemen prüft man daher, welches Gerät weckt, und nicht nur, wie hoch der Strom ist. Funkfehler grenzt man über Empfangsstärke, Antennen, Batterien der Sender und Störquellen ein.

Das solltest du dir merken

  • Ultrabreitband misst den Abstand zum Schlüssel über die Signallaufzeit.
  • Reifendrucksensoren nach Rad- oder Sensortausch anlernen.
  • Teilnetze schlafen im Stand und wachen nur bei Bedarf auf.
  • Bei Ruhestrom zuerst den Wecker suchen, dann den Verbraucher.

Formeln

Funkwellenlänge
etwa m/s, Frequenz in Hz, in m
Entladedauer durch Ruhestrom
entnehmbare Kapazität in Ah, Ruhestrom in A, in h

Typische Fehler in der Prüfung

  • Ruhestrom sofort nach dem Abschließen gemessen, bevor die Steuergeräte eingeschlafen sind.
  • Nach dem Räderwechsel die Reifendrucksensoren nicht angelernt.
  • Eine schwache Knopfzelle im Schlüssel übersehen und das Zugangssteuergerät verdächtigt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Bei Ruhestrom nicht nur die Höhe messen, sondern herausfinden, wer das Netz weckt. Erst warten, bis alle Steuergeräte eingeschlafen sind, dann beobachten, wann der Strom wieder steigt. Nachgerüstete Geräte und gestörte Funkempfänger sind typische Wecker.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Vernetzte Komfortsysteme und Funkschnittstellen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Kfz-Mechatroniker/-in 2013, Lernfeld 11S; KfzMechaAusbV 2013, Ausbildungsrahmenplan Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.