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Lernfeld 8 · Prüfung Teil 2

Datenqualität, Rechte und Cloud

Datenqualität, Berechtigungen und Cloud: Qualitätskriterien, Need-to-know, Rollenkonzept, IaaS, PaaS, SaaS, geteilte Verantwortung und DSGVO.

21 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Daten sind nur nützlich, wenn ihre Qualität stimmt. Wichtige Kriterien sind Korrektheit, Vollständigkeit, Konsistenz (gleiche Angaben in allen Systemen), Aktualität, Eindeutigkeit (keine Dubletten) und Plausibilität bzw. Gültigkeit (Werte im zulässigen Format und Bereich). Fehler vermeidest du am besten schon bei der Eingabe: Pflichtfelder, Auswahllisten, Formatprüfungen und Plausibilitätsregeln. Vor einer Migration analysierst du den Bestand, bereinigst Dubletten und fehlerhafte Werte und prüfst das Ergebnis.

Ein Berechtigungskonzept folgt dem Prinzip der minimalen Rechte (Need-to-know): Jeder bekommt nur die Rechte, die er für seine Aufgabe braucht. Rechte werden an Gruppen bzw. Rollen vergeben, nicht an einzelne Personen; das macht Änderungen und Kontrollen einfacher. Kritische Aufgaben teilt man auf mehrere Personen auf (Funktionstrennung).

In der Cloud mietest du IT als Dienst. Bei IaaS stellt der Anbieter Rechenleistung, Speicher und Netz, bei PaaS zusätzlich die Plattform für eigene Anwendungen, bei SaaS die fertige Anwendung. Bereitstellungsmodelle sind Public, Private, Community und Hybrid Cloud. Nach dem Modell der geteilten Verantwortung bleibt der Kunde immer für seine Daten, Zugänge und Berechtigungen zuständig. Für personenbezogene Daten brauchst du einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung; außerhalb der EU braucht es zusätzlich eine Grundlage wie einen Angemessenheitsbeschluss oder Standardvertragsklauseln. Pseudonymisierte Daten bleiben personenbezogen. Risiken sind Abhängigkeit vom Anbieter, Internetanbindung und laufende Kosten.

Das solltest du dir merken

  • Konsistenz heißt, dieselbe Angabe ist in allen Systemen gleich.
  • Rechte an Gruppen oder Rollen vergeben, nicht an einzelne Personen.
  • SaaS ist fertige Software, IaaS ist gemietete Infrastruktur.
  • Für Daten und Zugänge bleibt der Kunde auch in der Cloud verantwortlich.
  • Pseudonymisierte Daten fallen weiter unter die DSGVO.

Formeln

Fehlerquote eines Datenbestands
fehlerhafte Datensätze, alle geprüften Datensätze
Laufende Speicherkosten
Speichermenge in GB, Preis je GB und Monat in €, Anzahl Monate

Typische Fehler in der Prüfung

  • Konsistenz und Korrektheit verwechselt.
  • Rechte direkt einzelnen Benutzern zugewiesen statt über Gruppen.
  • Angenommen, bei SaaS sei der Anbieter auch für die Berechtigungen der Nutzer verantwortlich.
  • Pseudonymisierung als Anonymisierung bezeichnet.

Tipps aus der Werkstatt

  • Datenqualität prüfst du mit fünf Fragen: vollständig, korrekt, aktuell, eindeutig, konsistent? Rechte vergibst du an Gruppen, nie an einzelne Personen, dann reicht beim Wechsel ein Gruppeneintrag.
  • Cloud-Modelle nach dem, was du selbst verwaltest: IaaS gibt dir virtuelle Maschinen, PaaS eine Plattform für deine Anwendung, SaaS die fertige Anwendung. Personenbezogene Daten in der Cloud brauchen AVV, Verschlüsselung und Klarheit über den Speicherort.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

21 Aufgaben zu „Datenqualität, Rechte und Cloud“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: Rahmenlehrplan IT-Berufe (KMK 2019), Lernfeld 8; ISO 8000 (Datenqualität); NIST SP 800-145 (Cloud); DSGVO Art. 28 und 44 bis 46. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.