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Lernfeld 5 · Prüfung Teil 1

Datenmodellierung und relationale Datenbanken

Datenmodellierung und relationale Datenbanken: ER-Modell, Kardinalitäten, Primär- und Fremdschlüssel, Normalformen, Index und ACID-Transaktionen.

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Darum geht es

Eine relationale Datenbank speichert Daten in Tabellen. Eine Zeile heißt Datensatz oder Tupel, eine Spalte Attribut. Der Primärschlüssel identifiziert jeden Datensatz eindeutig und darf nicht leer sein. Ein Fremdschlüssel verweist auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle. Referenzielle Integrität bedeutet, dass jeder Fremdschlüssel auf einen vorhandenen Datensatz zeigt.

Vor dem Anlegen der Tabellen steht das Entity-Relationship-Modell mit Entitäten, Attributen und Beziehungen. Die Kardinalität sagt, wie viele Datensätze beteiligt sind: 1:1, 1:n oder n:m. Bei 1:n steht der Fremdschlüssel auf der n-Seite. Eine n:m-Beziehung löst du mit einer Zwischentabelle auf, deren Primärschlüssel meist aus den beiden Fremdschlüsseln besteht.

Die Normalisierung vermeidet Redundanz und damit Einfüge-, Änderungs- und Löschanomalien. In der ersten Normalform sind alle Werte atomar, also keine Listen in einem Feld. In der zweiten hängt jedes Nichtschlüsselattribut vom ganzen Primärschlüssel ab, nicht nur von einem Teil. In der dritten gibt es keine transitiven Abhängigkeiten, etwa Ort über die Postleitzahl.

Ein Index beschleunigt die Suche in häufig gefilterten oder verknüpften Spalten, kostet aber Speicher und macht Schreiben langsamer. Transaktionen erfüllen ACID: Atomarität (ganz oder gar nicht), Konsistenz, Isolation (parallele Zugriffe stören sich nicht) und Dauerhaftigkeit. Fehlende Isolation führt zum Lost Update, wenn zwei Nutzer denselben Bestand gleichzeitig ändern.

Das solltest du dir merken

  • Bei 1:n kommt der Fremdschlüssel in die Tabelle auf der n-Seite.
  • n:m wird immer über eine Zwischentabelle aufgelöst.
  • 2NF betrifft nur Tabellen mit zusammengesetztem Primärschlüssel.
  • 3NF entfernt Abhängigkeiten zwischen Nichtschlüsselattributen.
  • Atomarität heißt, eine Transaktion wird ganz ausgeführt oder gar nicht.

Typische Fehler in der Prüfung

  • Bei einer 1:n-Beziehung den Fremdschlüssel auf die 1-Seite gesetzt.
  • Eine n:m-Beziehung ohne Zwischentabelle modelliert.
  • Mehrere Telefonnummern in einem Feld für 1NF-gerecht gehalten.
  • Zweite und dritte Normalform verwechselt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Der Primärschlüssel macht jede Zeile eindeutig, der Fremdschlüssel zeigt auf einen Primärschlüssel einer anderen Tabelle. Referenzielle Integrität bedeutet: Kein Fremdschlüssel darf ins Leere zeigen.
  • Steht dieselbe Information in vielen Zeilen, ist das Redundanz, und die führt zu Änderungsanomalien. Lagere sie in eine eigene Tabelle aus. Bei Kardinalitäten frag immer in beide Richtungen: Wie viele B gehören zu einem A, wie viele A zu einem B?

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

26 Aufgaben zu „Datenmodellierung und relationale Datenbanken“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: Rahmenlehrplan IT-Berufe (KMK 2019), Lernfeld 5; ISO/IEC 9075 (SQL). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.