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Lernfeld 3 · Prüfung Teil 1

Netzwerkkomponenten und Basisdienste

Netzwerkkomponenten und Basisdienste: DHCP mit DORA, DNS-Einträge, Standardgateway, ARP und die wichtigsten Befehle zur Fehlersuche.

20 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Damit ein Client im Netz arbeitet, braucht er IP-Adresse, Subnetzmaske, Standardgateway und DNS-Server. Diese Werte vergibt meist ein DHCP-Server in vier Schritten: Discover, Offer, Request, Acknowledge. Die Adresse gilt für eine Lease-Dauer; nach der Hälfte versucht der Client, sie zu verlängern. Weil Discover ein Broadcast ist, erreicht er keinen DHCP-Server in einem anderen Netz oder VLAN; dort braucht der Router ein DHCP-Relay. Geräte wie Drucker erhalten eine feste Adresse außerhalb des Bereichs oder eine Reservierung anhand der MAC-Adresse.

DNS übersetzt Namen in Adressen. Wichtige Einträge sind A (IPv4), AAAA (IPv6), MX (Mailserver einer Domain), CNAME (Alias), PTR (Rückwärtsauflösung) und NS (zuständiger Nameserver). Clients und Server speichern Antworten im Cache; nach einer Änderung hilft das Leeren des Caches.

Liegt das Ziel im eigenen Subnetz, ermittelt der Client per ARP die MAC-Adresse und sendet direkt. Liegt es außerhalb, schickt er das Paket an das Standardgateway, dessen MAC-Adresse er ebenfalls per ARP erfragt. Zur Fehlersuche nutzt du ipconfig bzw. ip addr für die eigene Konfiguration, ping für die Erreichbarkeit, tracert bzw. traceroute für den Weg und nslookup für DNS. Geht eine IP-Adresse, aber kein Name, liegt der Fehler meist beim DNS.

Das solltest du dir merken

  • DHCP-Ablauf in der Reihenfolge Discover, Offer, Request, Acknowledge.
  • Der MX-Eintrag nennt den Mailserver einer Domain, der A-Eintrag eine IPv4-Adresse.
  • Ohne Relay erreicht ein DHCP-Discover nur das eigene Netz.
  • Das Standardgateway muss im selben Subnetz liegen wie der Client.
  • Ping per IP klappt, per Name nicht, dann zuerst DNS prüfen.

Formeln

Anzahl Adressen in einem Bereich
letzter Zahlenwert der ersten und letzten Adresse im Bereich, beide eingeschlossen

Typische Fehler in der Prüfung

  • Bei der Größe eines DHCP-Bereichs die plus 1 vergessen.
  • Das Standardgateway in ein anderes Subnetz gelegt.
  • CNAME und MX verwechselt.
  • Eine 169.254-Adresse als Fehler des DNS-Servers gedeutet statt als fehlende DHCP-Antwort.

Tipps aus der Werkstatt

  • DHCP verteilt Adressen, DNS übersetzt Namen. Geht die IP, aber nicht der Name, fehlt DNS; eine Adresse aus 169.254.x.x heißt, dass kein DHCP-Server geantwortet hat. DHCP-Ablauf: Discover, Offer, Request, Acknowledge (DORA).
  • Störungen immer von innen nach außen prüfen: eigene Adresse (ipconfig), Gateway anpingen, externe IP anpingen, dann einen Namen auflösen (nslookup). An der Stelle, wo es zuerst scheitert, liegt der Fehler.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

20 Aufgaben zu „Netzwerkkomponenten und Basisdienste“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: Rahmenlehrplan IT-Berufe (KMK 2019), Lernfeld 3; RFC 2131 (DHCP), RFC 1035 (DNS), RFC 826 (ARP). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.