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Berufsporträt

Industrieelektriker/-in

Als Industrieelektriker/-in installierst, prüfst und wartest du elektrische Betriebsmittel und Anlagen in Industriebetrieben. Die Ausbildung dauert zwei Jahre; sie gibt dir die fachliche Grundlage einer Elektrofachkraft, du kannst direkt arbeiten oder in einem Elektronikerberuf weiterlernen.

Ausbildung
2 Jahre, dual
Zuständig
Industrie- und Handelskammer
Vergütung
1.206 € bis 1.372 €
im Monat, tariflich, je nach Ausbildungsjahr

Was du im Beruf machst

  1. 01Anlagen und Geräte installierenDu baust Schaltgeräte, Leitungen und Baugruppen ein, verdrahtest Steuerungen und schließt Motoren und Antriebe an.
  2. 02Elektrische Sicherheit prüfenDu misst Schutzleiter, Isolation und Fehlerschleife, prüfst Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen und dokumentierst die Ergebnisse nach DIN VDE und Unfallverhütungsvorschriften.
  3. 03Funktionen messen und analysierenDu misst elektrische Größen, liest Schaltpläne und beurteilst, ob Schaltungen und Systeme richtig arbeiten.
  4. 04Störungen finden und behebenDu suchst Fehler systematisch, tauschst defekte Bauteile und nimmst Anlagen wieder in Betrieb.
  5. 05Steuerungen einrichtenDu passt Schütz- und Kleinsteuerungen an, konfigurierst Geräte und prüfst, ob alle Funktionen stimmen.
  6. 06Je nach Fachrichtung spezialisierenIn Betriebstechnik arbeitest du an Anlagen und Installationen, in Geräte und Systeme an Baugruppen und Geräten, auch in Fertigung und Qualitätssicherung.

Wo du arbeitest

  • Metall- und Elektroindustrie
  • Automobilindustrie und Zulieferer
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Energieversorgungsunternehmen
  • Hersteller elektrischer Geräte und Baugruppen
  • Instandhaltung in Industriebetrieben

Was du mitbringen solltest

  • Mathematik, z. B. um elektrische Größen zu berechnen
  • Physik, z. B. um zu verstehen, wie Anlagenteile funktionieren
  • Werken/Technik, z. B. um Baugruppen zu montieren und zu verdrahten
  • Informatik, z. B. für den sicheren Umgang mit Hard- und Software
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein bei Arbeiten an elektrischen Anlagen

Ausbildung und Prüfung

2 Jahre im Betrieb und in der Berufsschule, Zwischenprüfung und Abschlussprüfung.

Ablauf
Duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule, Dauer 2 Jahre. Die Berufsschule teilt die ersten Lernfelder mit den industriellen Elektronikerberufen. Zu Beginn des zweiten Jahres steht eine schriftliche Zwischenprüfung, die nicht in die Note eingeht; am Ende folgt die Abschlussprüfung mit praktischen und schriftlichen Teilen.
Zugang
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Welchen Abschluss ein Betrieb erwartet, legt er selbst fest; meist wird mindestens ein Hauptschulabschluss erwartet.
Verkürzen
Die IHK kann die Ausbildung auf Antrag verkürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ziel in kürzerer Zeit erreicht wird (§ 8 BBiG), etwa mit höherem Schulabschluss.
Einsatzgebiete laut Verordnung
Fachrichtung Betriebstechnik · Fachrichtung Geräte und Systeme

So zählt die Prüfung

Anteil der Prüfungsbereiche an der Gesamtnote

Zwischenprüfungzählt nicht zur Note

  • Messen, Analysieren und Bewerten von elektrischen Funktionen und Systemen100 % der Zwischenprüfung

Abschlussprüfung100 %

  • Arbeitsauftrag50 %
  • Elektrische Sicherheit20 %
  • Schaltungs- und Funktionsanalyse20 %
  • Wirtschafts- und Sozialkunde10 %
Prüfung realistisch übenPrüfungsbereiche, Zeiten und Bewertung wie in der echten Prüfung.

Was du verdienst

Tarifliche Werte aus amtlichen Quellen. Ohne Tarifbindung kann es weniger sein, mindestens aber die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

  • 1. Jahr1.206 bis 1.338 €
  • 2. Jahr1.259 bis 1.372 €

Beispielhafte tarifliche Vergütung brutto im Monat (Industrie) laut BERUFENET, Stand 01.08.2025. Die Beträge unterscheiden sich je nach Bundesland, Branche und Tarifvertrag.

Deine Chancen nach der Ausbildung

Weiterbildung, Aufstieg und Studium: Mit Berufserfahrung stehen dir viele Wege offen, oft auch ohne Abitur.

  1. Ausbildung abgeschlossen: Facharbeiterbrief, DQR-Niveau 4. Ab hier stehen dir diese Wege offen.
  2. Aufstieg

    Weiterlernen im Elektronikerberuf

    Nach dem Abschluss kannst du die Ausbildung als Elektroniker/-in fortsetzen, z. B. für Betriebstechnik oder Geräte und Systeme, nach den Vorschriften für das dritte und vierte Ausbildungsjahr (§ 9 der Verordnung).

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  3. Spezialisierung

    Verantwortliche Elektrofachkraft

    Mit Erfahrung und weiterer Qualifizierung kannst du im Betrieb die Fach- und Aufsichtsverantwortung für elektrotechnische Arbeiten übernehmen. Typisch sind dafür Meister, Techniker oder Ingenieure.

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  4. MeisterDQR 6, wie Bachelor

    Geprüfte/r Industriemeister/-in Fachrichtung Elektrotechnik (IHK)

    Als Industriemeister/-in übernimmst du Fach-, Organisations- und Führungsaufgaben in Produktion und Instandhaltung. Zulassung mit Abschluss in einem Elektroberuf und Berufspraxis.

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  5. TechnikerDQR 6, wie Bachelor

    Staatlich geprüfte/r Techniker/-in Elektrotechnik

    An einer Fachschule, in Vollzeit oder berufsbegleitend, mit mindestens 2.400 Unterrichtsstunden. Je nach Land mit dem Zusatz Bachelor Professional in Technik.

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  6. Studium

    Studium Elektrotechnik oder Automatisierungstechnik

    Mit Meister- oder Technikerabschluss hast du eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, auch ohne Abitur. Mit Berufsabschluss ist unter Bedingungen ein fachgebundenes Studium möglich, auch dual.

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  7. Aufstieg

    Aufstiegs-BAföG

    Für Meister- und Technikerkurse gibt es Förderung unabhängig vom Einkommen. Die Hälfte der Lehrgangs- und Prüfungskosten ist Zuschuss, bei bestandener Prüfung wird die Hälfte des Restdarlehens erlassen.

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