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Lernfeld 7 · Abschlussprüfung

Gebäudesystemtechnik

KNX und DALI verständlich erklärt: Busleitung, physikalische Adresse, Gruppenadressen, ETS und Linienaufbau für die Prüfung.

17 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

In der Gebäudesystemtechnik tauschen Sensoren wie Taster oder Präsenzmelder und Aktoren wie Schalt- oder Dimmaktoren Telegramme über einen Bus aus. Welche Taste welches Licht schaltet, entscheidet nicht die Verdrahtung, sondern die Parametrierung. Spätere Änderungen gelingen deshalb ohne neue Leitungen.

KNX TP nutzt eine grün ummantelte Busleitung mit zwei Adernpaaren, zum Beispiel J-Y(St)Y 2×2×0,8. Das rot-schwarze Paar führt Plus und Minus, die Busspannung ist eine Schutzkleinspannung (SELV) von nominal Gleichspannung aus einer eigenen Spannungsversorgung mit Drossel. Jeder Teilnehmer hat eine physikalische Adresse in der Form Bereich.Linie.Teilnehmer, zum Beispiel 1.2.15. Sie dient zur Programmierung und Diagnose.

Gruppenadressen legen fest, welche Kommunikationsobjekte zusammenarbeiten. Ein Sensor sendet auf eine Gruppenadresse, alle Aktoren mit dieser Adresse reagieren. Projektiert und in Betrieb genommen wird herstellerübergreifend mit der Software ETS. Linien werden über Linienkoppler an eine Hauptlinie angeschlossen, so begrenzt jede Linie ihren eigenen Telegrammverkehr.

DALI ist ein Bus nur für die Beleuchtung. Zwei Steueradern verbinden bis zu 64 Betriebsgeräte je Linie, die sich in bis zu 16 Gruppen zusammenfassen lassen. Die DALI-Adern dürfen mit den Netzadern in einer Leitung liegen.

Das solltest du dir merken

  • Physikalische Adresse Bereich.Linie.Teilnehmer, eindeutig je Gerät.
  • Gruppenadressen verbinden Sensoren und Aktoren logisch.
  • KNX TP rot ist Plus, schwarz ist Minus.
  • DALI ist nur für Beleuchtung, bis 64 Adressen und 16 Gruppen je Linie.

Typische Fehler in der Prüfung

  • Physikalische Adresse und Gruppenadresse verwechselt.
  • Angenommen, eine geänderte Tasterfunktion brauche neue Leitungen statt einer neuen Parametrierung.
  • DALI mit KNX gleichgesetzt; DALI steuert nur Leuchten.

Tipps aus der Werkstatt

  • KNX: physikalische Adresse mit Punkten (1.2.15 = Bereich.Linie.Teilnehmer) sagt, wo das Gerät sitzt; Gruppenadresse mit Schrägstrichen (1/2/15) sagt, welche Funktion es verbindet. Je Linie 64 Teilnehmer, mit Linienverstärkern bis 255, je Bereich 15 Linien.
  • Teilnehmer je Spannungsversorgung = Strom der Versorgung geteilt durch Strom je Gerät, abgerundet: 640 mA / 12 mA = 53. Leitungslängen je Segment: 1000 m gesamt, 350 m Versorgung bis Teilnehmer, 700 m zwischen zwei Teilnehmern. Die Busleitung ist grün, Bus liegt auf rot und schwarz.
  • DALI-Kenndaten: 64 Betriebsgeräte, 16 Gruppen, 16 Szenen je Linie, zwei Adern ohne Polung, mit Netzspannung in einer Leitung erlaubt. Bei KNX wird in der ETS zuerst die physikalische Adresse, dann die Applikation geladen; nur ein Gerät gleichzeitig im Programmiermodus.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

17 Aufgaben zu „Gebäudesystemtechnik“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: Rahmenlehrplan Elektroniker/-in (KMK), Lernfeld 7; DIN EN 50090 (KNX), DIN EN 62386 (DALI). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.