Zum Inhalt springen
myLernwerk

Prüfungsbereich LF 11a · Prüfung Teil 2

Datenquellen und Schnittstellen anbinden

Datenquellen anbinden kurz erklärt: Prepared Statements, Transaktionen, ORM, REST-Schnittstellen, Statuscodes, Fehlerbehandlung und Dokumentation.

13 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Softwarekomponenten holen und speichern Daten in Datenbanken, Dateien und über Schnittstellen anderer Systeme. Beim Datenbankzugriff aus dem Programm verwendest du immer parametrisierte Abfragen (Prepared Statements), damit Eingaben nie als SQL-Code ausgeführt werden. Zusammengehörige Änderungen fasst du in eine Transaktion, die nach ACID atomar, konsistent, isoliert und dauerhaft ist: alles oder nichts, mit Commit oder Rollback. Ein ORM-Framework bildet Tabellen auf Klassen ab; prüfe dabei, wie viele Abfragen es tatsächlich absetzt, denn Einzelabfragen in einer Schleife (N+1-Problem) machen Anwendungen langsam.

REST-Schnittstellen arbeiten mit Ressourcen, HTTP-Methoden und Statuscodes. GET, PUT und DELETE sind idempotent, mehrfaches Senden wirkt wie einmaliges; POST nicht. Codes ab 400 melden Fehler des Aufrufers, etwa 400 ungültige Anfrage, 401 fehlende Anmeldung, 403 fehlende Berechtigung, 409 Konflikt; ab 500 Fehler des Servers. Große Datenmengen kommen seitenweise, und Anfragelimits musst du einplanen. Zugangsdaten wie API-Schlüssel gehören in eine geschützte Konfiguration, nie in den Quelltext oder in den Browser.

Fehler beim Zugriff behandelst du mit Ausnahmen: riskanter Code im try-Block, gezielte Behandlung im catch- bzw. except-Block, Aufräumen im finally-Block. Der Rahmenlehrplan verlangt, Schnittstellen zu dokumentieren: Endpunkte, Methoden, Parameter, Datenformate, Statuscodes, Authentifizierung und Version, am besten maschinenlesbar, etwa nach der OpenAPI-Spezifikation.

Das solltest du dir merken

  • Benutzereingaben nur als Parameter an die Datenbank, nie in SQL-Zeichenketten einbauen.
  • Zusammengehörige Änderungen in eine Transaktion, Atomarität heißt alles oder nichts.
  • GET, PUT und DELETE sind idempotent, POST nicht.
  • 401 heißt nicht angemeldet, 403 heißt angemeldet, aber nicht berechtigt.
  • Bei Seitenabrufen aufrunden, auch die letzte Teilseite ist eine Anfrage.

Formeln

Anzahl der Seitenabrufe
Anzahl der Datensätze, Datensätze je Seite; auf die nächste ganze Zahl aufrunden
Mindestdauer bei Anfragelimit
Anzahl der Anfragen, erlaubte Anfragen pro Minute, in Minuten

Typische Fehler in der Prüfung

  • Eingaben durch Zeichenersetzung statt mit Parametern gegen SQL-Injection geschützt.
  • 401 und 403 verwechselt.
  • Bei der Seitenzahl abgerundet statt aufgerundet.
  • Ausnahmen gefangen und ohne Protokoll stillschweigend ignoriert.

Tipps aus der Werkstatt

  • Steht in einer Aufgabe Code, der Benutzereingaben per Plus in eine SQL-Zeichenkette klebt, ist die Antwort fast immer: Prepared Statement mit Parametern. Zeichen ersetzen oder TLS lösen das Problem der SQL-Injection nicht.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

13 Aufgaben zu „Datenquellen und Schnittstellen anbinden“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Fachinformatiker/-in (2019), Lernfeld 11a (Funktionalität in Anwendungen realisieren); RFC 9110. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.