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Berufsporträt

Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik

Als Elektroniker oder Elektronikerin für Maschinen und Antriebstechnik baust du elektrische Maschinen und Antriebe, vom Motor über den Transformator bis zum kompletten Antriebssystem. Du nimmst sie in Betrieb, verbindest sie mit Steuerungen und IT-Systemen, prüfst sie und setzt sie instand, wenn eine Wicklung durchbrennt oder ein Lager ausfällt.

Ausbildung
3,5 Jahre, dual
Zuständig
Industrie- und Handelskammer
Vergütung
1.219 € bis 1.446 €
im Monat, tariflich, je nach Ausbildungsjahr

Was du im Beruf machst

  1. 01Maschinen herstellenDu bearbeitest mechanische Teile, fertigst Wicklungen und baust aus Bauteilen, elektrischen Baugruppen und Steuerungen Motoren, Transformatoren und Antriebssysteme zusammen.
  2. 02Antriebe installieren und vernetzenDu installierst Antriebs-, Energieerzeugungs- und Energiespeichersysteme beim Kunden, schließt sie an und bindest sie in Netzwerke und IT-Systeme ein.
  3. 03Steuerungen in Betrieb nehmenDu nimmst analoge und digitale Steuerungen und Regelungen in Betrieb, parametrierst Frequenzumrichter und prüfst die Funktion des ganzen Antriebs.
  4. 04Prüfen und messenDu prüfst Maschinen und Anlagen auf elektrische Sicherheit und Funktion, misst Wicklungen und Isolation und dokumentierst die Ergebnisse in Prüfprotokollen.
  5. 05Warten und instand setzenDu wartest und inspizierst Antriebe, findest Fehler mit Mess- und Diagnosegeräten, wickelst Motoren neu, tauschst Lager und setzt die Systeme wieder in Betrieb.
  6. 06Kunden beratenDu berätst Kunden bei Auswahl, Modernisierung und Energieeffizienz von Antrieben und weist sie in die Bedienung ein; dabei achtest du auch auf den Datenschutz.

Wo du arbeitest

  • Hersteller elektrischer Maschinen und Antriebe
  • Elektroindustrie
  • Maschinen- und Anlagenbau
  • Instandsetzungs- und Servicewerkstätten für Elektromotoren
  • Industriebetriebe mit eigener Instandhaltung
  • Montage und Service beim Kunden

Was du mitbringen solltest

  • Mathematik, z. B. um Ströme und Widerstände zu berechnen
  • Physik, z. B. um Fehler in elektrischen Anlagen zu analysieren
  • Werken/Technik und Informatik, z. B. für Montage, Steuerungen und Vernetzung
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein, etwa beim Prüfen elektrischer Anlagen und bei der Fehlersuche
  • Geschicklichkeit und Hand-Auge-Koordination, etwa beim Wickeln und Montieren
  • Technisches Verständnis und Umsicht bei Arbeiten an spannungsführenden Teilen

Ausbildung und Prüfung

3,5 Jahre im Betrieb und in der Berufsschule, Abschlussprüfung Teil 1 und Teil 2.

Ablauf
Duale Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, Dauer 3,5 Jahre. Die Verordnung gilt seit dem 1. August 2021. Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 findet etwa in der Mitte der Ausbildung statt, Teil 2 am Ende. Neben dieser Industrievariante gibt es einen gleichnamigen Ausbildungsberuf im Handwerk.
Zugang
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Welchen Abschluss ein Betrieb erwartet, legt er selbst fest.
Verkürzen
Mit Abitur, Fachhochschulreife oder einer passenden Vorbildung kann die Ausbildung auf gemeinsamen Antrag von dir und deinem Betrieb verkürzt werden (§ 8 BBiG); bei guten Leistungen ist auch eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung möglich.

So zählt die Prüfung

Anteil der Prüfungsbereiche an der Gesamtnote

Abschlussprüfung Teil 130 %

  • Elektrotechnische Anlagen und Betriebsmittel, Arbeitsaufgabe15 %
  • Elektrotechnische Anlagen und Betriebsmittel, schriftliche Aufgaben15 %

Abschlussprüfung Teil 270 %

  • Kundenauftrag36 %
  • Systementwurf12 %
  • Funktions- und Systemanalyse12 %
  • Wirtschafts- und Sozialkunde10 %
Prüfung realistisch übenPrüfungsbereiche, Zeiten und Bewertung wie in der echten Prüfung.

Was du verdienst

Tarifliche Werte aus amtlichen Quellen. Ohne Tarifbindung kann es weniger sein, mindestens aber die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

  • 1. Jahr1.219 €
  • 2. Jahr1.299 €
  • 3. Jahr1.354 €
  • 4. Jahr1.446 €

Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung brutto im Monat 2025 für den Bereich Industrie und Handel laut BIBB. Im einzelnen Betrieb kann die Vergütung je nach Branche, Region und Tarifvertrag deutlich abweichen.

Deine Chancen nach der Ausbildung

Weiterbildung, Aufstieg und Studium: Mit Berufserfahrung stehen dir viele Wege offen, oft auch ohne Abitur.

  1. Ausbildung abgeschlossen: Facharbeiterbrief, DQR-Niveau 4. Ab hier stehen dir diese Wege offen.
  2. MeisterDQR 6, wie Bachelor

    Geprüfte/r Industriemeister/-in Fachrichtung Elektrotechnik (IHK)

    Als Industriemeister/-in übernimmst du Fach-, Organisations- und Führungsaufgaben in Produktion und Instandhaltung. Zulassung mit Abschluss in einem Elektroberuf und Berufspraxis.

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  3. MeisterDQR 6, wie Bachelor

    Elektromaschinenbauermeister/-in (HWK)

    Mit der Meisterprüfung im Elektromaschinenbauer-Handwerk kannst du einen eigenen Betrieb führen und ausbilden. Nach bestandener Prüfung darfst du zusätzlich den Titel Bachelor Professional führen.

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  4. TechnikerDQR 6, wie Bachelor

    Staatlich geprüfte/r Techniker/-in Elektrotechnik

    An einer Fachschule, in Vollzeit oder berufsbegleitend, mit mindestens 2.400 Unterrichtsstunden. Je nach Land mit dem Zusatz Bachelor Professional in Technik.

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  5. Studium

    Studium Elektrotechnik, Antriebstechnik oder Mechatronik

    Mit Meister- oder Technikerabschluss hast du eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, auch ohne Abitur. Mit Berufsabschluss ist unter Bedingungen ein fachgebundenes Studium möglich, auch dual.

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  6. Spezialisierung

    Verantwortliche Elektrofachkraft

    Mit Erfahrung und weiterer Qualifizierung kannst du im Betrieb die Fach- und Aufsichtsverantwortung für elektrotechnische Arbeiten übernehmen. Typisch sind dafür Meister, Techniker oder Ingenieure.

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  7. Aufstieg

    Aufstiegs-BAföG

    Für Meister- und Technikerkurse gibt es Förderung unabhängig vom Einkommen. Ein Teil der Lehrgangs- und Prüfungskosten ist Zuschuss, der Rest ein günstiges Darlehen.

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IHK und weitere Infos