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Lernfeld 7 · Prüfung Teil 2

Drehstrom-Asynchronmaschine

Drehstrom-Asynchronmaschine verständlich erklärt: Drehfeld, Schlupf, Käfig- und Schleifringläufer, Verluste und Leerlauf- und Kurzschlussversuch.

14 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Die Drehstrom-Asynchronmaschine ist der Standardantrieb in Industrie und Handwerk. Ihre Ständerwicklung besteht aus drei Strängen, die räumlich versetzt im Blechpaket liegen. Mit Drehstrom gespeist, erzeugen sie ein magnetisches Drehfeld. Dessen Drehzahl, die synchrone Drehzahl, hängt nur von der Netzfrequenz und der Polpaarzahl ab. Die Drehrichtung folgt der Phasenfolge der Außenleiter; tauschst du zwei Außenleiter, dreht der Motor andersherum.

Das Drehfeld schneidet die Stäbe des Läufers und induziert dort eine Spannung. Beim Käfigläufer sind die Stäbe über Kurzschlussringe verbunden, es fließt ein großer Läuferstrom, und mit dem Feld entsteht das Drehmoment. Das klappt nur, solange der Läufer langsamer ist als das Feld. Den relativen Unterschied nennt man Schlupf. Mit wachsender Last steigt der Schlupf, damit auch Läuferstrom, Moment und Läuferverluste. Die Frequenz im Läufer ist der Schlupf mal der Netzfrequenz, im Betrieb also nur wenige Hertz. Beim Schleifringläufer ist die Läuferwicklung über Schleifringe zugänglich, Anlasswiderstände verbessern dort den Anlauf.

In der Werkstatt und in der Prüfung brauchst du den Leistungsfluss: Von der aufgenommenen Leistung gehen Ständerkupfer- und Eisenverluste ab, es bleibt die Luftspaltleistung. Der Schlupfanteil davon wird im Läufer zu Wärme, nach Reibung und Lüftung bleibt die Wellenleistung. Mit dem Leerlaufversuch bestimmst du Leerlaufstrom und Eisenverluste, mit dem Kurzschlussversuch bei festgebremstem Läufer Kurzschlussspannung und Kupferverluste.

Das solltest du dir merken

  • Die synchrone Drehzahl hängt nur von Frequenz und Polpaarzahl ab.
  • Ohne Schlupf entsteht im Käfigläufer kein Strom und kein Drehmoment.
  • Zwei Außenleiter tauschen kehrt die Drehrichtung um, zyklisches Weitersetzen nicht.
  • Läuferverluste sind Schlupf mal Luftspaltleistung.
  • Fällt im Betrieb ein Außenleiter aus, läuft der Motor mit stark erhöhtem Strom weiter.

Formeln

Synchrone Drehzahl
in min⁻¹, Netzfrequenz in Hz, Polpaarzahl (halbe Polzahl)
Schlupf
Läuferdrehzahl in min⁻¹; mal 100 % ergibt den Schlupf in Prozent
Läuferfrequenz
Netzfrequenz, Frequenz der Läuferspannung, als Dezimalzahl
Läuferverluste
Luftspaltleistung in W, Stromwärmeverluste im Läufer in W

Typische Fehler in der Prüfung

  • Polzahl statt Polpaarzahl in die Drehzahlformel eingesetzt.
  • Schlupf auf die Läuferdrehzahl statt auf die synchrone Drehzahl bezogen.
  • Schlupf in Prozent statt als Dezimalzahl in die Formel für die Läuferfrequenz eingesetzt.

Tipps aus der Werkstatt

  • Schlupf immer auf die synchrone Drehzahl beziehen, nie auf die Läuferdrehzahl. Und Polzahl halbieren, bevor du sie in die Drehzahlformel setzt: Ein vierpoliger Motor hat p = 2 und 1500 min⁻¹ Drehfelddrehzahl. Dieser Fehler kostet in der Prüfung jedes Jahr Punkte.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

14 Aufgaben zu „Drehstrom-Asynchronmaschine“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Elektroniker/-in für Maschinen und Antriebstechnik, Lernfeld 7 (Betriebsverhalten elektrischer Maschinen analysieren); DIN EN 60034-1, DIN EN 60034-2-1. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.