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Berufsporträt

Elektroniker/-in für Informations- und Systemtechnik

Als Elektroniker/-in für Informations- und Systemtechnik verbindest du Elektronik und Informatik. Du entwickelst und realisierst industrielle IT-Systeme aus Hard- und Software, vernetzt sie, programmierst Schnittstellen, testest das Zusammenspiel und betreust die Systeme im Betrieb, etwa in der Automatisierung, bei eingebetteten Systemen oder in Kommunikations- und Sicherheitstechnik.

Ausbildung
3,5 Jahre, dual
Zuständig
Industrie- und Handelskammer
Vergütung
1.243 € bis 1.563 €
im Monat, tariflich, je nach Ausbildungsjahr

Was du im Beruf machst

  1. 01Entwicklung unterstützenDu arbeitest mit Entwicklerinnen und Entwicklern zusammen, setzt Anforderungen um und entwickelst und passt Softwaremodule für industrielle Systeme an.
  2. 02Systeme aufbauen und vernetzenDu montierst Hardware, installierst und konfigurierst Betriebssysteme und Netzwerke und bindest Geräte über Schnittstellen und Bussysteme ein.
  3. 03Hard- und Software integrierenDu wählst Komponenten nach Funktion, Leistung und Kompatibilität aus, integrierst sie in das Gesamtsystem und testest es.
  4. 04Prüfsysteme einrichtenDu entwickelst und optimierst Prüfsysteme mit Messtechnik und Software und wertest die Ergebnisse aus.
  5. 05In Betrieb nehmen und übergebenDu nimmst Systeme beim Kunden in Betrieb, weist das Personal ein und übergibst die Dokumentation.
  6. 06Betreuen und Fehler analysierenDu optimierst vernetzte Systeme, analysierst Störungen, auch per Fernwartung, und achtest auf Datenschutz und Informationssicherheit.

Wo du arbeitest

  • Industrie mit eigener Automatisierungs- und IT-Technik
  • Hersteller eingebetteter Systeme und Steuerungen
  • Informations- und Telekommunikationsbranche
  • Dienstleister für Automatisierungstechnik
  • Signal- und Sicherheitstechnik, etwa Verkehrs- und Gebäudesicherheit
  • Funktechnik und Kommunikationssysteme

Was du mitbringen solltest

  • Mathematik, z. B. um Signale, Datenmengen und Netze zu berechnen
  • Physik, z. B. für elektrische Grundlagen und Messtechnik
  • Informatik, z. B. um Software zu programmieren und Netzwerke einzurichten
  • Technisches Verständnis für das Zusammenspiel von Hard- und Software
  • Logisches Denken und Ausdauer bei der Fehlersuche
  • Sorgfalt beim Prüfen und Dokumentieren
  • Englischkenntnisse für Handbücher und internationale Projekte

Ausbildung und Prüfung

3,5 Jahre im Betrieb und in der Berufsschule, Abschlussprüfung Teil 1 und Teil 2.

Ablauf
Duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule, Dauer 3,5 Jahre. Die Lernfelder 1 bis 4 haben alle industriellen Elektroberufe gemeinsam, ab Lernfeld 5 geht es um Software, Schnittstellen, IT-Systeme, Netze und Prüfsysteme. Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres, Teil 2 am Ende.
Zugang
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Welchen Abschluss ein Betrieb erwartet, legt er selbst fest.
Verkürzen
Die IHK kann die Ausbildung auf Antrag verkürzen (§ 8 BBiG). Richtwerte: bis zu 6 Monate mit Fachoberschulreife, bis zu 12 Monate mit Fachhochschulreife oder Abitur. Mindestens 24 Monate bleiben.
Einsatzgebiete laut Verordnung
Automatisierungssysteme · Eingebettete Systeme · Funktechnische Systeme · Informations- und Kommunikationssysteme · Signal- und Sicherheitssysteme

So zählt die Prüfung

Anteil der Prüfungsbereiche an der Gesamtnote

Abschlussprüfung Teil 140 %

  • Komplexe Arbeitsaufgabe mit situativen Gesprächsphasen20 %
  • Schriftliche Aufgabenstellungen20 %

Abschlussprüfung Teil 260 %

  • Arbeitsauftrag30 %
  • Systementwurf12 %
  • Funktions- und Systemanalyse12 %
  • Wirtschafts- und Sozialkunde6 %
Prüfung realistisch übenPrüfungsbereiche, Zeiten und Bewertung wie in der echten Prüfung.

Was du verdienst

Tarifliche Werte aus amtlichen Quellen. Ohne Tarifbindung kann es weniger sein, mindestens aber die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

  • 1. Jahr1.243 bis 1.373 €
  • 2. Jahr1.298 bis 1.408 €
  • 3. Jahr1.379 bis 1.489 €
  • 4. Jahr1.461 bis 1.563 €

Beispielhafte tarifliche Vergütung brutto im Monat (Metall- und Elektroindustrie) laut BERUFENET, Stand 03.08.2026, wie für die industriellen Elektroberufe ausgewiesen. Die Beträge unterscheiden sich je nach Bundesland und Tarifvertrag.

Deine Chancen nach der Ausbildung

Weiterbildung, Aufstieg und Studium: Mit Berufserfahrung stehen dir viele Wege offen, oft auch ohne Abitur.

  1. Ausbildung abgeschlossen: Facharbeiterbrief, DQR-Niveau 4. Ab hier stehen dir diese Wege offen.
  2. Spezialisierung

    Zusatzqualifikationen Digitale Vernetzung, Programmierung, IT-Sicherheit

    Schon während der Ausbildung kannst du eine der Zusatzqualifikationen aus der Verordnung vereinbaren. Sie wird in einem eigenen Fachgespräch geprüft und im Zeugnis bescheinigt.

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  3. Spezialisierung

    Verantwortliche Elektrofachkraft

    Mit Erfahrung und weiterer Qualifizierung kannst du im Betrieb die Fach- und Aufsichtsverantwortung für elektrotechnische Arbeiten übernehmen. Typisch sind dafür Meister, Techniker oder Ingenieure.

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  4. MeisterDQR 6, wie Bachelor

    Geprüfte/r Industriemeister/-in Fachrichtung Elektrotechnik (IHK)

    Als Industriemeister/-in übernimmst du Fach-, Organisations- und Führungsaufgaben in Produktion und Instandhaltung. Zulassung mit Abschluss in einem Elektroberuf und Berufspraxis.

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  5. TechnikerDQR 6, wie Bachelor

    Staatlich geprüfte/r Techniker/-in Elektrotechnik oder Informationstechnik

    An einer Fachschule, in Vollzeit oder berufsbegleitend, mit mindestens 2.400 Unterrichtsstunden. Je nach Land mit dem Zusatz Bachelor Professional in Technik.

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  6. Aufstieg

    Geprüfte/r Prozessmanager/-in Elektrotechnik (IHK)

    Eine bundesweit geregelte IHK-Fortbildung für Fachkräfte, die betriebliche Prozesse in der Elektrotechnik steuern und verbessern wollen.

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  7. Studium

    Studium Elektrotechnik, Informationstechnik oder Informatik

    Mit Meister- oder Technikerabschluss hast du eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, auch ohne Abitur. Mit Berufsabschluss ist unter Bedingungen ein fachgebundenes Studium möglich, auch dual.

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  8. Aufstieg

    Aufstiegs-BAföG

    Für Meister- und Technikerkurse gibt es Förderung unabhängig vom Einkommen. Die Hälfte der Lehrgangs- und Prüfungskosten ist Zuschuss, bei bestandener Prüfung wird die Hälfte des Restdarlehens erlassen.

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IHK und weitere Infos