Lernfeld 7 · Prüfung Teil 2
Betriebssysteme und Virtualisierung
Linux-Befehle, Benutzerrechte, Treiber, Härtung, Patch-Management, virtuelle Maschinen und Container in industriellen Systemen.
Darum geht es
Edge-Rechner, Gateways und Bediengeräte laufen oft mit Linux. Für die Diagnose reichen wenige Befehle: ip addr für Netzwerkadressen, systemctl status für Dienste, journalctl für Protokolle, df -h für den Speicherplatz. Dateirechte stehen als drei Ziffern für Eigentümer, Gruppe und andere; Lesen zählt 4, Schreiben 2, Ausführen 1. Nach dem Prinzip der minimalen Rechte arbeiten Benutzer nicht als root, sondern nutzen sudo für einzelne Verwaltungsaufgaben.
In der Produktion werden Betriebssysteme gehärtet: nicht benötigte Dienste und Schnittstellen abschalten, Standardkonten deaktivieren, Passwörter ändern. Updates werden nicht automatisch eingespielt, sondern erst nach Freigabe des Anlagenherstellers, getestet und in einem Wartungsfenster.
Virtualisierung spart Hardware: Ein Hypervisor vom Typ 1 läuft direkt auf dem Server, Typ 2 als Programm auf einem Betriebssystem. Container teilen sich den Kernel des Hosts und starten schneller als virtuelle Maschinen. Snapshots erleichtern Updates, ersetzen aber keine Datensicherung.
Das solltest du dir merken
- Rechte 750 bedeuten rwx, r-x und keine Rechte.
- Updates in der Produktion nur nach Freigabe und Test.
- Container teilen den Kernel, VMs bringen ein eigenes Betriebssystem mit.
- Ein Snapshot ist keine Datensicherung.
Typische Fehler in der Prüfung
- Die Ziffern der Rechte vertauscht oder Schreiben mit 1 bewertet.
- Snapshots als Datensicherung gezählt.
- Allen Benutzern Administratorrechte gegeben.
Tipps aus der Werkstatt
- Linux-Rechte als Zahl: Lesen 4, Schreiben 2, Ausführen 1, je eine Ziffer für Eigentümer, Gruppe und andere. 750 heißt also rwx für den Eigentümer, r-x für die Gruppe und nichts für alle anderen.
Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.
11 Aufgaben zu „Betriebssysteme und Virtualisierung“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Elektroniker/-in für Informations- und Systemtechnik, Lernfeld 7. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.