Lernfeld 10 · Prüfung Teil 2
Komponenten integrieren und konfigurieren
Komponenten integrieren: Sicherung, Firmware-Stände, Gerätebeschreibungsdateien, Adressen, 24-V-Leistungsbilanz und Schrankwärme.
Darum geht es
Vor jeder Integration wird der bestehende Stand gesichert, damit man jederzeit zurückkehren kann. Danach prüft man, ob Firmware- und Softwarestände laut den Freigabelisten der Hersteller zueinander passen. Damit das Engineering-Werkzeug ein Feldgerät kennt, braucht es dessen Gerätebeschreibungsdatei, etwa GSDML bei PROFINET, ESI bei EtherCAT oder IODD bei IO-Link. Danach werden Adressen vergeben, das Gerät konfiguriert und die Kommunikation getestet.
Die 24-V-Versorgung wird mit einer Leistungsbilanz ausgelegt: Ströme aller Verbraucher addieren, Reserve zuschlagen und den Einschaltstrom von PCs und Netzteilen beachten. Die Verlustleistung aller Komponenten erwärmt den Schaltschrank; aus Verlustleistung, Wärmedurchgangskoeffizient und Oberfläche ergibt sich die Übertemperatur, und bei Bedarf werden Lüfter oder Kühlgeräte vorgesehen.
Nach einem Firmware-Update helfen die Versionshinweise, geänderte Voreinstellungen zu finden. Jede Integration endet mit einem Test im Zusammenspiel und der Dokumentation von Softwareständen und Adressen.
Das solltest du dir merken
- Erst sichern, dann ändern.
- Neues Gerät nicht im Katalog heißt Gerätebeschreibungsdatei fehlt.
- Netzteil mit Reserve und Blick auf den Einschaltstrom wählen.
- Verlustleistung in die Wärmebilanz des Schranks einrechnen.
Formeln
- Übertemperatur im geschlossenen Schaltschrank
- Wärmedurchgangskoeffizient, bei Stahlblech etwa 5,5 W/(m² K), wirksame Oberfläche
- Netzteilstrom mit Reserve
Typische Fehler in der Prüfung
- Vor dem Update keine Sicherung angelegt.
- Nur den Dauerstrom, nicht den Einschaltstrom berücksichtigt.
- Sensorströme in Milliampere direkt zu Ampere addiert.
Tipps aus der Werkstatt
- Vor jeder Integration den Ist-Stand sichern und die Firmware-Stände mit der Freigabeliste vergleichen. Neues Gerät nicht im Katalog? Dann fehlt meist nur die Gerätebeschreibungsdatei, etwa GSDML bei PROFINET.
Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.
13 Aufgaben zu „Komponenten integrieren und konfigurieren“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Elektroniker/-in für Informations- und Systemtechnik, Lernfeld 10. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.