Zum Inhalt springen
myLernwerk

Lernfeld 9 · Prüfung Teil 2

Parametrierung mit ETS und Herstellersoftware

KNX-Geräte mit der ETS parametrieren: Topologie, physikalische Adresse, Gruppenadressen, Flags, KNX Secure und Herstellersoftware.

12 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

KNX-Anlagen werden mit der herstellerübergreifenden Software ETS geplant und in Betrieb genommen. Die Geräte kommen mit ihren Applikationen aus der Produktdatenbank des Herstellers ins Projekt. Dort werden sie zweimal eingeordnet: in der Gebäudestruktur nach Gebäude, Etage und Raum, und in der Topologie nach Bereich, Linie und Teilnehmer. Daraus ergibt sich die physikalische Adresse, etwa 1.3.12. Beim Programmieren lädt die ETS sie in das Gerät, dessen Programmiertaste gedrückt ist; danach folgen Applikation, Parameter und Gruppenadressen.

Funktionen entstehen über Gruppenadressen. Ein Taster sendet auf eine Gruppenadresse, alle Aktoren mit diesem Objekt reagieren. Rückmeldungen laufen auf eigenen Status-Gruppenadressen, damit Taster-LEDs und Visualisierung den echten Zustand zeigen. Jedes Kommunikationsobjekt hat Flags: K verbindet es mit dem Bus, L erlaubt das Lesen, S das Schreiben, Ü das Senden bei Änderung, A die Übernahme von Antworten und I das Lesen beim Neustart. Eine durchdachte, dreistufige Gruppenadressstruktur mit Haupt-, Mittel- und Untergruppen macht große Projekte lesbar.

Bei KNX Secure werden Telegramme verschlüsselt und authentisiert. Jedes Gerät hat einen Inbetriebnahmeschlüssel (FDSK) auf dem Etikett; die ETS ersetzt ihn bei der Inbetriebnahme durch eigene Schlüssel, die nur im passwortgeschützten Projekt liegen. Andere Systeme wie DALI-Gateways, Logikserver oder Präsenzmelder mit Sonderfunktionen werden zusätzlich mit Herstellersoftware oder ETS-Apps eingerichtet. In jedem Fall gilt: offline vorbereiten, vor Ort adressieren und laden, testen und das Projekt sichern.

Das solltest du dir merken

  • Zuerst die physikalische Adresse per Programmiertaste, dann Applikation und Gruppenadressen laden.
  • Für Anzeigen immer das Statusobjekt des Aktors verwenden.
  • Je Gruppenadresse antwortet nur ein Objekt mit gesetztem L-Flag.
  • FDSK-Etiketten und Projektpasswort gehören in die Dokumentation.
  • Gruppenadressen nach einer festen, dokumentierten Struktur vergeben.

Formeln

Gruppenadressen je Projekt
Räume, Lichtgruppen, Jalousien, Gruppenadressen je Funktion

Typische Fehler in der Prüfung

  • Die Taster-LED mit dem Schaltobjekt statt mit dem Status des Aktors verbunden.
  • Mehrere Objekte mit L-Flag an derselben Gruppenadresse.
  • Gruppenadressen ohne Struktur fortlaufend vergeben.
  • FDSK-Etiketten weggeworfen oder mit dem Gerät eingebaut.

Tipps aus der Werkstatt

  • Zeigt eine Taster-LED den falschen Zustand, fehlt fast immer die Status-Gruppenadresse vom Aktor. Befehle und Rückmeldungen gehören auf getrennte Gruppenadressen, und je Gruppenadresse antwortet nur ein Objekt mit L-Flag. Bei KNX Secure die FDSK-Etiketten sofort in die Dokumentation kleben.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

12 Aufgaben zu „Parametrierung mit ETS und Herstellersoftware“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration, Lernfeld 9 (Software von gebäudetechnischen Systemen einrichten, erweitern und anpassen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.