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Lernfeld 10 · Prüfung Teil 2

IT-Sicherheit der Gebäudeautomation

IT-Sicherheit der Gebäudeautomation: Schutzziele, Härten von Geräten, KNX Secure, Segmentierung, Updates und das Vorgehen bei einem Sicherheitsvorfall.

11 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Gebäudeautomation steuert Heizung, Lüftung, Licht, Beschattung und Zutritt; ein Angriff kann Komfort, Energiekosten und sogar die Sicherheit von Menschen treffen. Die Informationssicherheit verfolgt drei Grundwerte: Vertraulichkeit (nur Befugte lesen Daten), Integrität (Daten und Programme werden nicht unbemerkt verändert) und Verfügbarkeit (die Anlage funktioniert, wenn sie gebraucht wird). Die klassischen Busprotokolle wie KNX, BACnet oder Modbus übertragen ohne Sicherheitserweiterungen im Klartext und prüfen den Absender nicht.

Dagegen helfen mehrere Schichten. Geräte werden bei der Inbetriebnahme gehärtet: eigenes starkes Passwort statt Werkseinstellung, nicht benötigte Dienste aus, aktuelle Firmware, Konten mit nur den nötigen Rechten. KNX Data Secure verschlüsselt und authentifiziert die Telegramme, KNX IP Secure die Verbindung über IP; die Geräteschlüssel (FDSK) und das Projektpasswort gehören in die geschützte Dokumentation des Betreibers. Busleitungen im Außenbereich, etwa zu Wetterstationen, werden über eigene Linienkoppler mit Filtertabelle angebunden. Im IP-Netz trennen VLANs und Firewalls die Gebäudetechnik vom Büronetz.

Sicherheit ist kein einmaliger Zustand. Sicherheitsupdates werden geprüft, nach einer Sicherung der Konfiguration in einem Wartungsfenster eingespielt und anschließend getestet. Anmeldungen bekommen eine Sperre nach Fehlversuchen. Bei einem Verdacht auf einen Angriff wird zuerst gemeldet und das betroffene Segment getrennt, dann werden Spuren gesichert, die Ursache beseitigt und die Anlage geprüft wieder freigegeben. Grundlagen dafür liefert der IT-Grundschutz des BSI.

Das solltest du dir merken

  • Die drei Grundwerte sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit.
  • Kein Gerät geht mit Standardpasswort und offenen Diensten in Betrieb.
  • KNX Data Secure schützt die Telegramme, KNX IP Secure die IP-Verbindung.
  • Updates erst nach Sicherung einspielen und danach die Funktion prüfen.
  • Bei einem Vorfall erst melden und eindämmen, dann aufklären und bereinigen.

Formeln

Anzahl möglicher Kombinationen eines Passworts
Größe des Zeichenvorrats (z. B. 10 bei Ziffern), Länge in Zeichen

Typische Fehler in der Prüfung

  • Den Aufkleber mit dem KNX-Geräteschlüssel sichtbar am Gerät gelassen.
  • Geräte für sicher gehalten, nur weil sie nicht direkt aus dem Internet erreichbar sind.
  • Firmware-Updates ohne vorherige Sicherung und ohne Funktionstest eingespielt.
  • Bei einem Angriffsverdacht Geräte sofort zurückgesetzt und damit alle Spuren gelöscht.

Tipps aus der Werkstatt

  • Typischer Prüfungsfehler: Schutzziele verwechseln. Wird ein Sollwert unbefugt geändert, ist die Integrität verletzt, wird etwas mitgelesen, die Vertraulichkeit, fällt die Anlage aus, die Verfügbarkeit. Und der FDSK-Aufkleber eines KNX-Secure-Geräts kommt in die geschützte Dokumentation, nie sichtbar an das Gerät.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

11 Aufgaben zu „IT-Sicherheit der Gebäudeautomation“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration, Lernfeld 10 (Daten und Dienste gebäudetechnischer Systeme sicher bereitstellen). Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.