Lernfeld 2 · Prüfung Teil 1
Installationsschaltungen
Installationsschaltungen erklärt: Aus-, Serien-, Wechsel- und Kreuzschaltung, Stromstoß- und Treppenlichtschaltung, Planung und Prüfung.
Darum geht es
Mit der Ausschaltung schaltest du eine Leuchte von einer Stelle, mit der Serienschaltung zwei Leuchtengruppen getrennt von einer Stelle. Die Wechselschaltung schaltet von zwei Stellen: Zwischen den beiden Wechselschaltern laufen zwei korrespondierende Leiter. Für jede weitere Schaltstelle kommt ein Kreuzschalter zwischen die beiden Wechselschalter.
Bei vielen Schaltstellen ist die Stromstoßschaltung einfacher. Taster geben einen Impuls auf den Stromstoßschalter, jeder Impuls schaltet um. Der Treppenlicht-Zeitschalter schaltet ebenfalls über Taster ein, schaltet aber nach einer eingestellten Zeit selbst aus.
Beim Verdrahten gelten die Aderfarben: grün-gelb nur für den Schutzleiter, blau für den Neutralleiter, die übrigen Adern für Außenleiter und Schaltdrähte. Geschaltet wird immer der Außenleiter, nie der Neutralleiter. Wie viele Steckdosen, Lichtauslässe und Stromkreise ein Raum bekommt, legen Ausstattungswerte fest (DIN 18015-2, RAL-RG 678).
Nach der Installation folgt die Erstprüfung: besichtigen, erproben, messen. Dazu gehören die Durchgängigkeit des Schutzleiters mit mindestens 200 mA Prüfstrom, der Isolationswiderstand und die Funktion aller Schaltstellen.
Das solltest du dir merken
- Wechselschaltung: zwei Wechselschalter, zwei korrespondierende Leiter.
- Jede dritte und weitere Schaltstelle ist ein Kreuzschalter.
- Geschaltet wird der Außenleiter, nie der Neutralleiter.
- Der Treppenlicht-Zeitschalter schaltet selbst wieder aus, der Stromstoßschalter nicht.
- Grün-gelb ist ausschließlich für den Schutzleiter.
Typische Fehler in der Prüfung
- Kreuzschalter an das Ende statt zwischen die beiden Wechselschalter gesetzt.
- Neutralleiter über den Schalter geführt, die Leuchte bleibt dann am Außenleiter.
- Stromstoßschalter und Treppenlicht-Zeitschalter verwechselt.
- Schutzleiter-Durchgang mit zu kleinem Prüfstrom oder gar nicht gemessen.
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ZufallszahlenEin Stromkreis ist mit einem Leitungsschutzschalter B abgesichert. Der Auslösestrom für die Abschaltung ist das -fache des Nennstroms, . Welche Schleifenimpedanz darf höchstens vorliegen, damit die Abschaltbedingung erfüllt ist? Runden Sie auf zwei Nachkommastellen.
Tipps aus der Werkstatt
- Schaltstellen zählen: eine Stelle Ausschaltung, zwei Stellen Wechselschaltung, ab drei Stellen Kreuzschaltung mit Kreuzschaltern zwischen zwei Wechselschaltern. Bei vielen Stellen ist die Stromstoßschaltung mit Tastern einfacher.
- Geschaltet wird immer der Außenleiter, nie der Neutralleiter. Sonst steht die Leuchte scheinbar aus unter Spannung, und beim Lampenwechsel wird es gefährlich.
- Zwischen zwei Wechselschaltern laufen zwei korrespondierende Adern. Der Außenleiter kommt an den Eingang des einen, die Lampenader geht vom Eingang des anderen weg. Der Kreuzschalter tauscht die beiden Korrespondierenden.
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44 Aufgaben zu „Installationsschaltungen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: Rahmenlehrplan Elektroberufe Industrie, Lernfeld 2 (KMK); DIN 18015-2; DIN VDE 0100-600. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.