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Lernfeld 6 · Prüfung Teil 2

Schaltpläne und Dokumentation

Schaltpläne, Betriebsmittelkennzeichnung, Prüfprotokolle und Prüffristen nach DGUV Vorschrift 3 für die Elektroniker-Prüfung erklärt.

26 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Zu jeder Anlage gehört eine Dokumentation, mit der andere sie verstehen, prüfen und warten können. Wichtige Schaltplanarten sind der Übersichtsschaltplan, der Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung und der Anschluss- oder Klemmenplan. Betriebsmittel werden nach DIN EN 81346 gekennzeichnet, zum Beispiel Q für Schalt- und Schützgeräte, K für Relais und Steuerungen, F für Schutzgeräte und M für Motoren.

Änderst du eine Anlage, musst du die Unterlagen nachführen. Ein neuer Hilfskontakt oder ein anderes Sensormodell gehören in Plan, Stückliste und gegebenenfalls in das Programm. Veraltete Pläne sind eine häufige Ursache für Fehler bei späteren Arbeiten.

Prüfungen werden im Prüfprotokoll festgehalten: geprüfte Anlage, Messgeräte, Messwerte, Grenzwerte, Bewertung, Datum und Unterschrift. Mängel mit unmittelbarer Gefahr meldest du sofort und setzt die Anlage oder das Gerät außer Betrieb. Nach der Prüfung erhält der Kunde das Protokoll und eine Erklärung der Ergebnisse.

Die Prüffristen legt der Unternehmer aufgrund der Gefährdungsbeurteilung fest. Die DGUV Vorschrift 3 nennt Richtwerte, für ortsfeste Anlagen zum Beispiel vier Jahre. Ortsveränderliche Geräte werden je nach Beanspruchung deutlich öfter geprüft.

Das solltest du dir merken

  • Nach jeder Änderung Schaltplan, Stückliste und Programm nachführen.
  • Ein Prüfprotokoll enthält Messwerte, Grenzwerte, Bewertung, Prüfer und Datum.
  • Prüffristen legt der Unternehmer nach Gefährdungsbeurteilung fest.
  • Ortsfeste Anlagen haben nach DGUV Vorschrift 3 einen Richtwert von vier Jahren.

Typische Fehler in der Prüfung

  • Angenommen, die Elektrofachkraft lege die Prüffristen allein fest; verantwortlich ist der Unternehmer.
  • Eine Änderung ausgeführt und die Dokumentation nicht angepasst.
  • Ein Gerät mit gefährlichem Mangel nur im Protokoll vermerkt, statt es sofort außer Betrieb zu nehmen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Kennbuchstaben nach Aufgabe: Q schaltet im Hauptstromkreis (auch Leistungsschütz), K Hilfsschütz und Relais, F schützt, M treibt an, S bedient, P zeigt an, B erfasst (Sensor), X verbindet (Klemme). Im Kennzeichen =A1+S2-K3 steht „=“ für die Funktion, „+“ für den Ort, „-“ für das Produkt.
  • Hilfskontakt-Nummern: Zehnerstelle zählt die Kontakte, Einerstelle nennt die Funktion: 1–2 Öffner, 3–4 Schließer, 5–6 verzögerter Öffner, 7–8 verzögerter Schließer. 21–22 ist also der zweite Hilfskontakt als Öffner. Hauptkontakte heißen 1–2, 3–4, 5–6.
  • Beim Bewerten die Richtung des Grenzwerts beachten: Schutzleiter, Schleifenimpedanz und Ableitstrom haben Höchstwerte, der Isolationswiderstand einen Mindestwert. Der RCD darf bei IΔn/2 nicht auslösen und muss bei IΔn innerhalb von 300 ms abschalten.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

26 Aufgaben zu „Schaltpläne und Dokumentation“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: Rahmenlehrplan Elektroniker/-in (KMK), Lernfeld 6; DIN EN 81346-2, DIN EN 61082-1, DGUV Vorschrift 3, BetrSichV. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.