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Berufsporträt

Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik

Als Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik sorgst du dafür, dass Maschinen und Anlagen selbstständig und sicher arbeiten. Du baust Automatisierungssysteme aus Steuerungen, Sensoren, Antrieben und Netzwerken auf, programmierst sie, nimmst sie in Betrieb und hältst sie am Laufen.

Ausbildung
3,5 Jahre, dual
Zuständig
Industrie- und Handelskammer
Vergütung
1.243 € bis 1.563 €
im Monat, tariflich, je nach Ausbildungsjahr

Was du im Beruf machst

  1. 01Automatisierungssysteme planenDu analysierst Anlagen und Abläufe, planst Änderungen und Erweiterungen von Automatisierungssystemen und stimmst sie mit Kunden und anderen Gewerken ab.
  2. 02Komponenten installieren und vernetzenDu montierst Steuerungen, Sensoren, Aktoren und Antriebe, verdrahtest sie und verbindest sie über Bussysteme und Netzwerke.
  3. 03Steuerungen programmierenDu programmierst und konfigurierst speicherprogrammierbare Steuerungen und Bediensysteme und integrierst sie in die Anlage.
  4. 04In Betrieb nehmen und prüfenDu testest Funktionen sowie Schutz- und Sicherheitseinrichtungen, nimmst Anlagen in Betrieb und dokumentierst die Ergebnisse.
  5. 05Betreiben und Störungen behebenDu wartest automatisierte Anlagen, analysierst Störungen systematisch und setzt Anlagen instand.
  6. 06Anlagen übergebenDu übergibst Anlagen, weist Nutzerinnen und Nutzer ein und arbeitest dabei oft mit englischsprachigen Unterlagen.

Wo du arbeitest

  • Hersteller industrieller Prozesssteuerungen
  • Elektroindustrie und Maschinenbau
  • Automobilindustrie
  • Chemische Industrie und kunststoffverarbeitende Betriebe
  • Wasserwerke, Klärwerke und Recyclinganlagen
  • Elektroinstallationsbetriebe und technische Gebäudeausrüstung

Was du mitbringen solltest

  • Mathematik, z. B. um Widerstände und Kapazitäten zu berechnen
  • Physik, z. B. um Schaltpläne anzufertigen
  • Werken/Technik, z. B. um Steuerungssysteme zu montieren
  • Informatik, z. B. um Automatisierungsprozesse zu programmieren
  • Geschicklichkeit, etwa beim Einbauen und Justieren von Sensoren
  • Technisches Verständnis, Umsicht und Sorgfalt, etwa bei der Sicherheitsprüfung elektrischer Anlagen

Ausbildung und Prüfung

3,5 Jahre im Betrieb und in der Berufsschule, Abschlussprüfung Teil 1 und Teil 2.

Ablauf
Duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule, Dauer 3,5 Jahre. Die ersten Lernfelder haben alle industriellen Elektroberufe gemeinsam. Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres, Teil 2 am Ende. Die Ausbildung ist die Grundlage, um als Elektrofachkraft zu arbeiten.
Zugang
Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Welchen Abschluss ein Betrieb erwartet, legt er selbst fest.
Verkürzen
Die IHK kann die Ausbildung auf Antrag verkürzen (§ 8 BBiG). Richtwerte: bis zu 6 Monate mit Fachoberschulreife, bis zu 12 Monate mit Fachhochschulreife oder Abitur. Mindestens 24 Monate bleiben.
Einsatzgebiete laut Verordnung
Produktions- und Fertigungsautomation · Verfahrens- und Prozessautomation · Netzautomation · Verkehrsleitsysteme · Gebäudeautomation

So zählt die Prüfung

Anteil der Prüfungsbereiche an der Gesamtnote

Abschlussprüfung Teil 140 %

  • Komplexe Arbeitsaufgabe mit situativen Gesprächsphasen20 %
  • Schriftliche Aufgabenstellungen20 %

Abschlussprüfung Teil 260 %

  • Arbeitsauftrag30 %
  • Systementwurf12 %
  • Funktions- und Systemanalyse12 %
  • Wirtschafts- und Sozialkunde6 %
Prüfung realistisch übenPrüfungsbereiche, Zeiten und Bewertung wie in der echten Prüfung.

Was du verdienst

Tarifliche Werte aus amtlichen Quellen. Ohne Tarifbindung kann es weniger sein, mindestens aber die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung.

  • 1. Jahr1.243 bis 1.373 €
  • 2. Jahr1.298 bis 1.408 €
  • 3. Jahr1.379 bis 1.489 €
  • 4. Jahr1.461 bis 1.563 €

Beispielhafte tarifliche Vergütung brutto im Monat (Industrie) laut BERUFENET, Stand 03.08.2026. Die Beträge unterscheiden sich je nach Bundesland, Branche und Tarifvertrag.

Deine Chancen nach der Ausbildung

Weiterbildung, Aufstieg und Studium: Mit Berufserfahrung stehen dir viele Wege offen, oft auch ohne Abitur.

  1. Ausbildung abgeschlossen: Facharbeiterbrief, DQR-Niveau 4. Ab hier stehen dir diese Wege offen.
  2. Spezialisierung

    Zusatzqualifikationen Digitale Vernetzung, Programmierung, IT-Sicherheit

    Schon während der Ausbildung kannst du eine der Zusatzqualifikationen aus der Verordnung vereinbaren. Sie wird in einem eigenen Fachgespräch geprüft und im Zeugnis bescheinigt.

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  3. Spezialisierung

    Verantwortliche Elektrofachkraft

    Mit Erfahrung und weiterer Qualifizierung kannst du im Betrieb die Fach- und Aufsichtsverantwortung für elektrotechnische Arbeiten übernehmen. Typisch sind dafür Meister, Techniker oder Ingenieure.

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  4. MeisterDQR 6, wie Bachelor

    Geprüfte/r Industriemeister/-in Fachrichtung Elektrotechnik (IHK)

    Als Industriemeister/-in übernimmst du Fach-, Organisations- und Führungsaufgaben in Produktion und Instandhaltung. Zulassung mit Abschluss in einem Elektroberuf und Berufspraxis.

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  5. TechnikerDQR 6, wie Bachelor

    Staatlich geprüfte/r Techniker/-in Elektrotechnik

    An einer Fachschule, in Vollzeit oder berufsbegleitend, mit mindestens 2.400 Unterrichtsstunden. Je nach Land mit dem Zusatz Bachelor Professional in Technik.

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  6. Aufstieg

    Geprüfte/r Prozessmanager/-in Elektrotechnik (IHK)

    Eine bundesweit geregelte IHK-Fortbildung für Fachkräfte, die betriebliche Prozesse in der Elektrotechnik steuern und verbessern wollen.

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  7. Studium

    Studium Elektrotechnik oder Automatisierungstechnik

    Mit Meister- oder Technikerabschluss hast du eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, auch ohne Abitur. Mit Berufsabschluss ist unter Bedingungen ein fachgebundenes Studium möglich, auch dual.

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  8. Aufstieg

    Aufstiegs-BAföG

    Für Meister- und Technikerkurse gibt es Förderung unabhängig vom Einkommen. Die Hälfte der Lehrgangs- und Prüfungskosten ist Zuschuss, bei bestandener Prüfung wird die Hälfte des Restdarlehens erlassen.

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IHK und weitere Infos