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Lernfeld 12 · Prüfung Teil 2

Projektplanung und Pflichtenheft

Projekte in der Automatisierung planen: Lastenheft, Pflichtenheft, Projektstrukturplan, Netzplan, kritischer Pfad und Risikobeurteilung.

27 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Am Anfang steht das Lastenheft des Auftraggebers: Es beschreibt, was die Anlage leisten soll und wofür. Der Auftragnehmer antwortet mit dem Pflichtenheft und legt fest, wie und womit er die Anforderungen umsetzt, also Funktionen, Komponenten, Schnittstellen, Normen, Termine und Abnahmekriterien.

Der Projektstrukturplan zerlegt das Projekt in Teilaufgaben bis hinunter zu Arbeitspaketen. Ein Arbeitspaket ist eine abgeschlossene Aufgabe mit klarem Ergebnis, Verantwortlichem, Dauer und Kosten. Im Netzplan ordnest du die Vorgänge nach ihren Abhängigkeiten. Der längste Weg durch den Netzplan ist der kritische Pfad: Seine Vorgänge haben keinen Puffer, jede Verzögerung dort verschiebt das Projektende.

Projekte werden an Leistung, Kosten und Termin gemessen, dem magischen Dreieck. Änderst du eine Größe, wirkt sich das auf die anderen aus. Für Arbeiten in laufenden Betrieben planst du zusätzlich Zugang, Hygiene- oder Sicherheitsregeln des Kunden, Abschaltzeiten und Ansprechpartner.

Für Maschinen gehört die Risikobeurteilung nach DIN EN ISO 12100 von Anfang an zur Planung: Grenzen der Maschine festlegen, Gefährdungen erkennen, Risiko einschätzen und bewerten, dann mindern, zuerst konstruktiv, dann technisch, zuletzt durch Benutzerinformation.

Das solltest du dir merken

  • Lastenheft sagt was und wofür, Pflichtenheft sagt wie und womit.
  • Der kritische Pfad ist der längste Weg und hat keinen Puffer.
  • Ein Arbeitspaket hat ein klares Ergebnis, einen Verantwortlichen, Dauer und Kosten.
  • Risiken mindern in der Reihenfolge konstruktiv, technisch, Benutzerinformation.
  • Qualität sichern mit PDCA heißt planen, erproben, Wirkung prüfen und als Standard einführen.

Formeln

Gesamtpuffer eines Vorgangs
Gesamtpuffer, spätester Anfangszeitpunkt, frühester Anfangszeitpunkt, in Tagen
Dauer bei parallelen Teams
Gesamtdauer, Anzahl gleicher Aufgaben, Zeit je Aufgabe, Anzahl gleichzeitig arbeitender Teams

Typische Fehler in der Prüfung

  • Lastenheft und Pflichtenheft vertauscht.
  • Den kürzesten statt den längsten Weg als kritischen Pfad bestimmt.
  • Parallele Vorgänge im Netzplan addiert, statt den längeren Zweig zu nehmen.
  • Bei der Risikominderung zuerst auf Warnhinweise gesetzt.

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Eigene Zahlen bei jedem Klick, nach deiner Antwort der komplette Lösungsweg.

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Zufallszahlen

Für die Montage und Verdrahtung einer Automatisierungsanlage sind nach der Aufwandsschätzung Monteurstunden angesetzt. Für Unvorhergesehenes wird ein Zuschlag von eingeplant. Das Montageteam besteht aus Personen, die je pro Arbeitstag auf der Baustelle sind. Wie viele Arbeitstage sind im Terminplan für die Montage vorzusehen? Runden Sie auf ganze Tage auf.

Tage

Tipps aus der Werkstatt

  • Lastenheft kommt vom Kunden und sagt WAS und WOFÜR; Pflichtenheft kommt vom Auftragnehmer und sagt WIE und WOMIT. Abnahmekriterien stehen schon im Pflichtenheft, damit am Ende beide Seiten dieselbe Messlatte haben.
  • Projektphasen in dieser Reihenfolge: Anforderung klären, Planung und Entwurf, Beschaffung, Realisierung, Test und Inbetriebnahme, Abnahme und Übergabe. Ein Meilenstein ist ein Ereignis ohne Dauer, an dem ein Ergebnis geprüft wird, kein Arbeitspaket.
  • Wird ein unverbindlicher Kostenanschlag wesentlich überschritten, musst du das dem Kunden unverzüglich anzeigen, nicht erst mit der Schlussrechnung. Zusätzliche Leistungen außerhalb des Vertrags kommen als Nachtrag, und zwar vor der Ausführung. Beides gehört ins Änderungsprotokoll des Projekts.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

27 Aufgaben zu „Projektplanung und Pflichtenheft“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik (2003 i. d. F. 2018), Lernfeld 12; DIN 69901 (Projektmanagement), DIN EN ISO 12100. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.