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Lernfeld 3 · Prüfung Teil 1

Fügeverfahren, Löten und Schweißen

Fügeverfahren in der Haustechnik: Pressen, Weich- und Hartlöten, Schweißen, Steckverbindungen und Längenausdehnung von Rohrleitungen.

41 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Fügen heißt Bauteile dauerhaft verbinden. Lösbar sind Schraub-, Klemm- und Flanschverbindungen, unlösbar sind Press-, Löt-, Schweiß- und Klebeverbindungen. Für Rohrleitungen in Trinkwasser und Heizung ist das Pressen heute der Standard. Du längst das Rohr rechtwinklig ab, entgratest innen und außen, markierst die Einstecktiefe, steckst bis zur Markierung ein und verpresst mit dem passenden Pressbacken. Die Markierung zeigt nach dem Pressen, ob das Rohr tief genug steckt.

Beim Löten schmilzt nur das Lot, nicht das Grundmaterial. Weichlöten liegt unter , Hartlöten darüber. Kupferrohre in der Trinkwasserinstallation bis 28 mm Außendurchmesser werden nicht hartgelötet. Beim Schweißen schmilzt dagegen der Grundwerkstoff mit, zum Beispiel beim Gasschmelzschweißen von Stahlrohr.

Rohrleitungen dehnen sich bei Erwärmung aus. Die Längenänderung wächst mit der Länge, der Temperaturdifferenz und dem Ausdehnungskoeffizienten des Werkstoffs; Kupfer und Kunststoffe dehnen sich stärker als Stahl. Lange gerade Leitungen brauchen deshalb Festpunkte, Gleitschellen und Dehnungsausgleicher wie Bögen oder Kompensatoren.

Das solltest du dir merken

  • Einstecktiefe vor dem Pressen markieren und danach kontrollieren.
  • Weichlöten unter 450 °C, Hartlöten über 450 °C.
  • Kupfer-Trinkwasserleitungen bis 28 mm werden gepresst oder weichgelötet, nicht hartgelötet.
  • Längenänderung wächst mit Länge, Temperaturdifferenz und Ausdehnungskoeffizient.
  • Wärmedehnung nimmst du mit Fest- und Gleitpunkten und Dehnungsausgleichern auf.

Formeln

Längenänderung durch Wärme
in mm, Ausdehnungskoeffizient in mm/(m·K), Rohrlänge in m, Temperaturdifferenz in K

Typische Fehler in der Prüfung

  • Temperaturdifferenz falsch gebildet, maßgeblich ist Betriebstemperatur minus Montagetemperatur.
  • Einheit von übersehen; bei mm/(m·K) muss die Länge in Metern eingesetzt werden.
  • Rohrende nicht entgratet, der Grat beschädigt den Dichtring des Pressfittings.

Tipps aus der Werkstatt

  • Wärmedehnung ΔL = α · L · ΔT. Für Kupfer gilt grob 0,0165 mm je Meter und Kelvin, für Stahl 0,012. Rechne ΔT als Betriebs- minus Montagetemperatur.
  • Vor dem Pressen: ablängen, innen und außen entgraten, Einstecktiefe markieren, bis zum Anschlag einschieben. Die Markierung zeigt dir danach, ob das Rohr noch richtig sitzt.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

41 Aufgaben zu „Fügeverfahren, Löten und Schweißen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

Jetzt üben

Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in SHK (2016), Lernfeld 3; DVGW-Arbeitsblätter W 534 und GW 2 sinngemäß. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.