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Lernfeld 14 · Prüfung Teil 2

Heizkurve und Betriebstemperaturen

Heizkurve einer witterungsgeführten Regelung: Steilheit, Niveau, Heizgrenze, Auslegungstemperaturen und Rücklauf für Brennwert und Wärmepumpe.

20 Aufgaben dazu übenKostenlos, ohne Anmeldung, mit Lösungsweg

Darum geht es

Die Heizkurve ordnet jeder Außentemperatur eine Vorlauftemperatur zu. Je kälter es draußen ist, desto wärmer wird der Vorlauf. Die witterungsgeführte Regelung braucht dafür einen Außentemperaturfühler und einen Vorlauffühler. Die Steilheit gibt an, wie stark sich die Vorlauftemperatur je Kelvin Außentemperatur ändert. Das Niveau verschiebt die ganze Kurve nach oben oder unten.

Ist es bei jeder Außentemperatur zu kühl, hebst du das Niveau an. Ist es in der Übergangszeit angenehm, bei Frost aber zu kalt, ist die Kurve zu flach, und du erhöhst die Steilheit. Ist es bei Frost richtig, in der Übergangszeit aber zu warm, ist die Kurve zu steil. Die Heizgrenze legt fest, ab welcher Außentemperatur die Heizung abschaltet.

Flächenheizungen arbeiten mit niedrigen Temperaturen, etwa 35/28 °C, neue Heizkörperanlagen oft mit 55/45 °C, alte Anlagen mit 70/55 °C oder mehr. Für Brennwertkessel ist ein niedriger Rücklauf wichtig, weil der Wasserdampf im Abgas nur an Flächen kondensiert, die kälter als sein Taupunkt sind, bei Erdgas etwa 55 °C. Bei Wärmepumpen spart jedes Kelvin weniger Vorlauf grob 2 bis 3 % Strom. Große Nachtabsenkungen lohnen sich bei trägen Flächenheizungen mit Wärmepumpe kaum.

Das solltest du dir merken

  • Überall zu kühl heißt Niveau anheben, nur bei Frost zu kühl heißt Steilheit erhöhen.
  • Die Steilheit ist Änderung der Vorlauftemperatur geteilt durch Änderung der Außentemperatur.
  • Niedriger Rücklauf ermöglicht Brennwertnutzung.
  • Je niedriger der Vorlauf, desto effizienter die Wärmepumpe.

Formeln

Steilheit der Heizkurve
Steilheit ohne Einheit, Änderung der Vorlauftemperatur in K, Änderung der Außentemperatur in K
Vorlauf bei geradliniger Heizkurve
bekannter Vorlauf bei der Außentemperatur , aktuelle Außentemperatur, alles in °C

Typische Fehler in der Prüfung

  • Steilheit und Niveau verwechselt.
  • Bei der Geradengleichung das Vorzeichen der Außentemperatur falsch eingesetzt.
  • Hohe Rücklauftemperatur beim Brennwertkessel für unproblematisch gehalten.
  • Bei Wärmepumpe mit Fußbodenheizung eine starke Nachtabsenkung empfohlen.

Tipps aus der Werkstatt

  • Ein Brennwertkessel nutzt die Kondensationswärme nur, wenn die Rücklauftemperatur unter dem Abgastaupunkt liegt. Niedrige Heizkurve und sauberer Abgleich sind daher auch Energiesparmaßnahmen am Kessel.

Sitzt das Thema? Teste dich mit echten Prüfungsfragen.

20 Aufgaben zu „Heizkurve und Betriebstemperaturen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.

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Grundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in SHK (2016), Lernfeld 14; VdZ-Fachregel Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.