Lernfeld 10 · Prüfung Teil 2
Gasinstallation, Prüfungen und Sicherheitseinrichtungen
Gasinstallation nach TRGI: Belastungs- und Dichtheitsprüfung, Gebrauchsfähigkeit, Anschlussdruck, TAE und Flammenüberwachung kurz erklärt.
Darum geht es
Neue Niederdruck-Gasleitungen werden nach TRGI in zwei Schritten geprüft. Die Belastungsprüfung erfolgt ohne Armaturen und Gasgeräte mit 1 bar Luft oder inertem Gas und dauert mindestens 10 Minuten; der Druck darf dabei nicht fallen. Danach folgt die Dichtheitsprüfung mit 150 mbar, inklusive Armaturen, aber ohne Geräte. Nach einer Wartezeit zum Temperaturausgleich beginnt die Prüfzeit, bei kleinen Leitungsvolumen 10 Minuten.
Bestehende Leitungen prüfst du auf Gebrauchsfähigkeit. Die TRGI teilt nach Leckmenge ein. Unter 1 l/h ist die Leitung uneingeschränkt gebrauchsfähig, von 1 bis 5 l/h vermindert gebrauchsfähig und muss abgedichtet oder erneuert werden, über 5 l/h ist sie nicht gebrauchsfähig und sofort außer Betrieb zu nehmen.
Zur Sicherheit gehören die thermisch auslösende Absperreinrichtung (TAE) vor dem Gerät, die bei Brandhitze um 100 °C schließt, und das Isolierstück hinter der Hauptabsperreinrichtung, das die Hausinstallation elektrisch vom Netz trennt. Der Gasbrenner überwacht seine Flamme meist per Ionisation: Die Flamme leitet einen kleinen Gleichstrom, bleibt er aus, schließt das Gasventil. Erdgas wird im Haushalt mit etwa 20 mbar Anschlussdruck geliefert, Flüssiggas mit 50 mbar.
Das solltest du dir merken
- Belastungsprüfung mit 1 bar ohne Armaturen, Dichtheitsprüfung mit 150 mbar mit Armaturen.
- Gebrauchsfähigkeit nach Leckmenge, unter 1 l/h uneingeschränkt, bis 5 l/h vermindert, darüber nicht gebrauchsfähig.
- Die TAE schließt bei Brandhitze und verhindert, dass Gas den Brand weiter nährt.
- Flüssiggas ist schwerer als Luft; Flaschen gehören nicht in Räume unter Erdgleiche.
- Ein Gas-Luft-Verbund regelt die Gasmenge passend zur Luftmenge, so bleibt die Verbrennung bei jeder Modulation sauber.
Formeln
- Leitungsvolumen
- Volumen in m³ oder l, Innendurchmesser in m, Länge in m
- Druckverlust der Leitung
- Gesamtdruckverlust in mbar, Rohrreibungsdruckgefälle in mbar/m, Länge in m, Druckverlust der Einzelwiderstände in mbar
Typische Fehler in der Prüfung
- Bei der Belastungsprüfung die Armaturen eingebaut gelassen.
- Mit dem Außendurchmesser statt dem Innendurchmesser das Leitungsvolumen berechnet.
- Prüfdrücke von Belastungs- und Dichtheitsprüfung vertauscht.
- Doppelter Durchmesser als doppeltes Volumen gerechnet; richtig ist das Vierfache.
Tipps aus der Werkstatt
- Bestehende Gasleitungen prüft man sinngemäß nach TRGI 2018 auf Gebrauchsfähigkeit über die Leckmenge: unter 1 l/h uneingeschränkt gebrauchsfähig, 1 bis unter 5 l/h vermindert (abdichten binnen 4 Wochen), ab 5 l/h nicht gebrauchsfähig, sofort außer Betrieb.
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25 Aufgaben zu „Gasinstallation, Prüfungen und Sicherheitseinrichtungen“, falsche Antworten kommen in der Runde noch einmal.
Jetzt übenGrundlage: KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker/-in SHK (2016), Lernfeld 10; DVGW-TRGI (Arbeitsblatt G 600); TRF Flüssiggas. Eigene Erklärung, keine Originalaufgaben der Prüfungsausschüsse.